ENTGEGEN MANCHER MEINUNG, WIRD DIE ISLAMISCHE MORAL TATSACHLICH DIE WELT BEHERRSCHEN

Einleitung

Durch die Geschichte hindurch sandte Gott Seine Propheten, damit sie ihren Völkern den Rechten Weg weisen können und damit sie in dieser und der nächsten Welt Gutes vollbringen können. Der Qur’an lehrt uns, dass dies eine große Gnade für alle die glauben ist.
Gott war wahrlich gegen die Gläubigen gnädig, indem Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erweckte, ihnen Seine Verse zu verlesen, sie zu läutern und das Buch und die Weisheit zu lehren; denn siehe, sie wären zuvor in offenkundigem Irrtum. (Sure Al 'Imran: 164)
Und Gott sagte zu Seinem Gesandten Muhammad (s.a.w.s):
Und Wir entsandten dich fürwahr als eine Barmherzigkeit für alle Welt. (Sure al-Anbiya': 107)
Diese Gesandten waren leitende Lichter für die Gemeinden, zu welchen sie gesandt wurden; sie zeigten ihren Menschen den Rechten Pfad und übermittelten ihnen die Gebote Gottes. Sie überbrachten die Bedeutung, an Gott zu glauben und Seinen Geboten zu folgen, damit sie Erfolg im jenseitigen Leben haben. Im Laufe der Geschichte haben jedoch nur wenige Menschen den Rat befolgt oder geschätzt, welch große Gnade diese Gesandten für sie waren, so wie es der Qur’an betonte.
... Jedoch die meisten Menschen glauben nicht. (Sure ar-Ra'd: 1)
Doch die meisten Menschen glauben es nicht, wie sehr du es auch wünschst. (Sure Yusuf: 103)
Das einzige Ziel dieser Gesandten war, das Wort Gottes zu verbreiten. Sie wollten keine materiellen Belohnungen für ihre Arbeit, sondern wünschten nur Gott zu gefallen. Sie waren Menschen mit edlem Charakter und wahrhaftiger Gottesfürchtigkeit (taqwa). Sie erhielten nicht nur keine materiellen Vorteile durch ihre Arbeit, sondern erfuhren durch sie auch große Schwierigkeiten und wurden in verschiedenster Weise in Versuchung geführt als sie versuchten, den Menschen den Glauben zu bringen. Aber diese offensichtlichen Schwierigkeiten dienten nur, um ihren Glauben und Hingabe zu stärken. Als Dank für ihre Hingabe, ihren Glauben, Standfestigkeit, Erhlichkeit und Glaube an Gott, half und unterstützte Er Seine Gesandten, so wie Er es im Qur’an sagt:
Gott hat festgelegt: "Ich werde obsiegen, Ich und meine Gesandten!" Gott ist fürwahr stark, erhaben. (Sure al-Mujadalah: 21)
Gott half Seinen Gesandten und jenen, die glaubten mit materieller und geistiger Stärke gegen die Ungläubigen, die sie schädigen wollten. Er vermehrte die Fülle von Gnaden, die Er ihnen schenkte und verschaffte einen Ausweg aus jeder Schwierigkeit. Er vermehrte ihren Mut und ihre Stärke in jedem Mühsal, erleichterte ihre Bürde und verstärkte ihre Entschlossenheit, indem Er sie an Seine Barmherzigkeit erinnerte. Gott erzählt uns im Qur’an von der Unterstützung und dem Schutz, den Er Seinen Propheten und jenen Gläubigen gibt, die ihnen folgen:
Siehe, Wir werden Unseren Gesandten und den Gläubigen wahrlich helfen, im irdischen Leben und am Tage, an dein sich die Zeugen erheben. (Sure Ghafir: 51)
Gott unterstützte einige Seiner Gesandten, indem Er ihnen Wunder gewährte. Ein Wunder erfordert eine Herausforderung Gottes an seine Schöpfung. Es ist etwas, was Menschen selbst zu tun nicht in der Lage sind; es kann nur durch den Willen Gottes geschehen. Wunder sind von Natur aus ein außergewöhnliches Ereignis und haben deswegen eine enorme Wirkung auf die Menschen. Sie hatten den zweifachen Effekt, Stärkung der Entschlossenheit und des Glaubens derjenigen, die bereits glaubten und den Anschluss vieler Ungläubiger an den Glauben. Diejenigen, die nicht glaubten, wurden herausgefordert, etwas ähnliches zu vollbringen. Waren sie dazu nicht in der Lage, wurde die Botschaft Gottes bestätigt und die Schwäche der Ungläubigen enthüllt.

Siehe, Wir werden Unseren Gesandten und den Gläubigen wahrlich helfen, im irdischen Leben und am Tage, an dein sich die Zeugen erheben.
(Sure Ghafir: 51)
Im Qur’an gibt es ausführliche Berichte über das Leben der Propheten, über die Wunder mit denen Gott ihren Glauben gestärkt und ihre Botschaft unterstützt hat; und über die Wunder, die Er ihnen als Schutz gegen ihre Leugner gab. Die Propheten Ibrahim (a.s), Musa (a.s) und Jesus (a.s) waren unter diesen Gesandten, denen Gott die Kraft, Wunder zu vollbringen, von denen untern einige angeführt sind.

Gott hat festgelegt: "Ich werde obsiegen, Ich und meine Gesandten!" Gott ist fürwahr stark, erhaben.
(Sure al-Mudschadala: 21)
Das Feuer, in welches Ibrahim (a.s) geworfen wurde, erkaltete:
Die Götzenanbeter waren über Ibrahim (a.s) wütend, da er ihre Götter kritisierte, sie verschworen sich gegen ihn, um ihn ins Feuer zu werfen, aber Gott behütete Seinen Gesandten durch ein Wunder. Gott sagte uns im Qur’an, dass auf Seinen Befehl die Flammen Ibrahim kein Leid zufügten.
Wir sprachen: "O Feuer, sei kühl und unschädlich für Ibrahim!" (Sure al-Anbiya': 69)
Die Vögel, die Ibrahim (a.s) in Stücke schnitt, kamen lebend zurück zu ihm:
Und als Ibrahim sprach: "Mein Herr, zeige mir, wie du die Toten lebendig machst!", sprach Er: "Glaubst du etwa noch nicht?" Er sagte: "Doch! Aber ich möchte in meinem Herzen ganz sicher sein." Er sprach: "So nimm vier Vögel und zähme sie. Dann setze auf jeden Berg einen von ihnen. Dann rufe sie, und sie werden eilends zu dir kommen. Und wisse, dass Gott mächtig und weise ist." (Sure al-Baqara: 260)
Gott gab Musa (a.s) die Kraft, Wunder zu vollbringen, die er verwendete, um den Pharao und seine Höflinge auf den Rechten Weg zu bringen.
Der Stab von Musa (a.s) wurde eine Schlange und verschlang die Tricks der Zauberer:
Er sprach: "Wenn du wahrhaftig mit einem Wunderzeichen kamst, so zeige es her." Da warf er seinen Stab hin und, siehe, er wurde offensichtlich zu einer Schlange. (Sure al-A’raf: 106-107)
“Wirf nur, was du in deiner Rechten hältst. Es wird verschlingen, was sie fabriziert haben. Sie brachten es nur mit einem Zaubertrick zustande. Aber Zauberern ergeht es nicht wohl, wo auch immer." (Sure Ta Ha: 69)
Die Hand Musa (a.s) wurde weiß wie Schnee:
‘Und stecke deine Hand unter deine Achsel. Du wirst sie weiß herausziehen, unbeschädigt -ein weiteres Wunderzeichen! So lassen Wir dich einige Unserer größten Zeichen sehen. ' (Sure Ta Ha: 22-23)

Wenn Wir ihr Dasein wollen, ist Unser Wort zu einer Sache, lediglich zu ihr zu sprechen: "Sei!" und sie ist.
(Sure an-Nahl: 40)
Als Musa (a.s) und die Söhne Israels vor dem Pharao und seinen Leuten flohen, erlaubte ein Wunder Gottes heil zu entkommen, während die Ägypter untergingen.
Musa (a.s) schlug die See mit seinem Stab und ein Weg öffnete sich:
Und as die beiden Gruppen in Sichtweite waren, riefen Musa Gefährten: "Wir werden tatsächlich eingeholt!" Er sprach: "Keineswegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen." Und da offenbarten Wir Musa: "Schlag mit deinem Stab auf das Meer!" Da teilte es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg. Daraufhin ließen Wir die anderen nachkommen. Wir retteten Musa und die mit ihm waren, allesamt. Dann ließen Wir die anderen ertrinken. (Sure ash-Shu'ara': 61-66)
Yunus (a.s) wurde auf wunderbare Weise gerettet, nachdem ihn ein Fisch verschlang:
Yunus war gewiss auch einer der Gesandten. Als er zum beladenen Schiff floh Warf er Lose und verlor dabei. Dann verschlang ihn der Fisch; denn er verdiente Tadel. Und wenn er (Uns) nicht gepriesen hätte, Wäre er gewiss in seinem Bauch geblieben, bis zum Tage der Auferstehung. Doch Wir warfen ihn auf einen öden Strand, krank wie er war. (Sure as-Saffat: 139-145)
Und bei Gott haben sie den feierlichsten Eid geschworen: Wenn nur ein Wunder zu ihnen käme, wahrlich, dann würden sie daran glauben. Sprich: "Über Wunder verfügt nur Gott!"Doch was macht euch (so) sicher, dass sie daran glauben, wenn sie kämen?
(Sure al-An‘am: 109)
Zacharias (a.s) wurde gesagt, dass er trotz seines Alters ein Kind haben wird:
Da rief Zacharias zu seinem Herrn und sprach: "Mein Herr, gib mir von Dir gute Nachkommen; Du erhörst ja die Gebete!" Und während er zum Gebete im Tempel stand, riefen ihm die Engel zu: "Gott verheißt dir Johannes, den Bestätiger eines Wortes von Gott, einen Herrn, einen Asketen und Propheten, einen der Rechtschaffenen." Er sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Jungen erhalten, wo das Alter über mich gekommen und meine Frau unfruchtbar ist?" Er sprach: "Gott bewirkt, was Er will." (Sure Al 'Imran: 38-40)

“Stillleben mit Käselaiben”, Floris Van Dijck (1575-1651). Rijksmuseum, Amsterdam
Maria (a.s) hatte immer Essen bei sich:
... So oft Zacharias zu ihr in den Tempel trat, fand er bei ihr Nahrung. Da fragte er: "O Maria, woher hast du das?" Sie antwortete: "Es ist von Gott. Fürwahr, Gott versorgt, wen Er will, ohne zu rechnen." (Sure Al 'Imran: 37)
Der Qur’an lehrte uns, dass Jesus (a.s) Wunder von Geburt an und während seines ganzen Lebens vollbrachte:
Dann wird Gott sprechen: "O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und deine Mutter, als Ich dich mit heiliger Eingebung stärkte, auf dass du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener reden solltest. Und als Ich dich die Schrift und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehrte. Und als du mit Meiner Erlaubnis aus Ton die Gestalt eines Vogels formtest, in sie hineinhauchtest und sie mit Meiner Erlaubnis zum Vogel wurde. Und als du mit Meiner Erlaubnis die Blinden und Aussätzigen heiltest und mit meiner Erlaubnis die Toten erwecktest. Und als Ich die Kinder Israels von dir zurückhielt, als du ihnen die deutliche Botschaft brachtest und die Ungläubigen unter ihnen sprachen: "Dies ist nichts als offenkundige Zauberei!". (Sure al-Ma'ida: 110)
Und Er wird ihn das Buch und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehren. Und ihn zu den Kindern Israels entsenden: "Siehe, ich komme mit einem Zeichen von euerem Herrn zu euch. Wahrlich, ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen und in sie hauchen. Und mit Gottes Erlaubnis soll sie ein Vogel werden. Und ich will den Blindgeborenen und Aussätzigen heilen und mit Gottes Erlaubnis die Toten lebendig machen, und ich will euch verkünden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern aufspeichern sollt. Siehe, hierin ist wahrlich ein Zeichen für euch, wenn ihr gläubig seid.' (Sure Al 'Imran: 48-49)
Im Qur’an gib es neben den oben angeführten noch viele mehr Wunder. Diese und andere Wunder werden auf Gottes Geheiß vollbracht und so wie Er will. Gott sagt im Qur’an:
Und wahrlich, Wir entsandten Gesandte schon vor dir und gaben ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft. Kein Gesandter konnte aber ohne Gottes Erlaubnis Wunder wirken. Jedes Zeitalter hat sein Buch. (Sure ar-Ra'd: 38)
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) war ein gesegneter Mensch, den Gott den Menschen als Beispiel für seine Tugend, seinen starken Glauben und seine Worte und Handlungen sandte. Wie den vorausgegangenen Propheten gab Gott ihm die Erlaubnis, sein ganzes Leben Wunder zu vollbringen, damit die Menschen sie sehen und davon lernen. Nur seine Gefährten konnten einige dieser Wunder bezeugen, aber eine große Anzahl derjenigen, die den Propheten leugneten konnten andere bezeugen.
Eine Beschreibung einiger Wunder des Propheten (s.a.w.s) kam durch den Qur’an zu uns herunter. Wir wissen von anderen durch die Hadithe des Propheten (s.a.w.s) und durch zahlreiche Schriften Islamischer Gelehrter. Durch diese Quellen ist es möglich, die wunderbaren Eigenschaften dieses gesegneten Mannes, der als Gnade auf die Welt gesandt wurde, zu sehen und die Bedeutung der Verwendung des Qur’an und der Sunnah des Propheten als Wegweiser in unserem täglichen Leben zu verstehen.

Die Wunder, die Gott dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) vor seinem Prophetentum wirken ließ


Nach historischen Texten erhielt Muhammad (s.a.w.s) mit vierzig Jahren die Ehre, Prophet zu sein. Bevor er aber irgendwelche Offenbarungen erhielt, fanden in seinem Leben gewisse übernatürliche Vorkommnisse statt, die auf seine Zukunft hinwiesen.
Die Hebamme, ash-Shifa, Mutter des berühmten Gefährten ‘Abdur-Rahman ibn ‘Awf, die bei seiner Geburt zur Stelle war sagte aus, dass, als der Prophet (s.a.w.s) auf die Welt kam und in ihren Händen lag, er nießte und sie hörte jemanden sagen: “Gott sei dir barmherzig!” und sie sah, dass der gesamte Horizont vor Licht erstrahlte (Abu Nu’aym).
Wenn der Prophet (s.a.w.s) reiste, war er immer beschattet. Khadijah erwähnte, dass sie, wenn ihr Gatte reiste, zwei Engeln sah, die ihm Schatten spendeten. (Ibn Sa’d). Halima, seine Ziehmutter aus dem Wüstenstamm der Bani Sa’d ibn Bakr, sagte, dass sie eine Wolke sah, die ihm Schatten spendete, während er bei ihr war. Eines Tages, als der Prophet (s.a.w.s) auf einer Reise war, setzte er sich unter einen trockenen Baum, um zu rasten. Der Baum wuchs und trieb aus und nach manchen Überlieferungen neigte sich der Schatten des Baumes zu dem Propheten (s.a.w.s), um ihn Schatten zu spenden. Das Gelände um den Baum wurde ebenfalls saftig und grün.
Als sich der Moment seines Prophetentums näherte, sah der Prophet (s.a.w.s) in seinem Schlaf Träume mit Vorausahnungen, die sich schließlich bewahrheiteten. Diese Träume erschienen nach der Hadith über einen Zeitraum von sechs Monaten. Imam al-Bukhar, ein angesehener Islamischer Gelehrter berichtet von diesen Träumen in seiner Sammlung.
Aisha erzählte: Das Erste womit die Offenbarung für den Gesandten Gottes begann waren richtige Träume in seinem Schlaf. Er hatte nie Träume aber dieser kam wie der Tagesanbruch. (Al-Bukhari)
Islamische Gelehrte erklären, dass der Grund der Wahrwerdung dieser Art Träume eine Vorbereitung von Muhammad (s.a.w.s) in seinem Schlaf auf die große Verantwortung des Prophetentums war.

Das Wunder der Offenbarung


Das größte Wunder, welches dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) gestattet wurde, war unzweifelhaft Gottes Offenbarung des Qur’an. Der Prophet (s.a.w.s) war durch Gott erwählt worden, um Seine Botschaft der Menschheit zu übermitteln. Das war, wie der Qur’an erläutert, eine große Verantwortung.
O du Verhüllter! Steh während der Nacht (im Gebet) außer ein wenig. Die Hälfte davon oder etwas weniger. Oder etwas mehr - und trage den Qur’an vor, bedächtig und deutlich. Wahrlich Wir werden dir ein gewichtiges Wort anvertrauen. Fürwahr, das Gebet in der Nacht macht stärkeren Eindruck und lässt leichter das richtige Wort finden, Während du am Tage lange den Geschäften nachgehen kannst. So gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm voll und ganz. (Sure al-Muzzammil: 1-8)
Die erste Offenbarung kam bald, nachdem Muhammad (s.a.w.s) die wahren Träume zu sehen begann. Wegen diesen Träumen begann er sich in die Höhle von Hira (Ghar Hira’) auf dem Berg des Lichts (Jabal an-Nur), ungefähr zwölf Kilometer von Makkah entfernt, zurückzuziehen. Der Prophet (s.a.w.s) war gerade vierzig Jahre alt, als er sich während des Monats Ramadan alleine in der Höhle befand, ihm der Engel Gabriel erschien und ihn aufforderte zu lesen. Diese Begebenheiten sind vollständig in dem Hadith beschrieben:

Qur’an von 1790 A.D. (A. H. 1205) im Nesih Stil geschrieben. Klassischer Stil, jede Seite enthält 17 Zeilen. Goldauflage, Ledereinband aus der Zeit. (Suleyman Tevfik)
Aisha erzählte: Zu Beginn der Offenbarung an den Gesandten Gottes waren es richtige Träume in seinem Schlaf. Er sah nie einen Traum, dieser kam plötzlich wie der Tagesanbruch. Üblicherweise ging er in die Abgeschiedenheit (der Höhle) von Hira’, wo er (Gott alleine) ununterbrochen während vieler Nächte anbetete. Er nahm für diesen (Aufenthalt) Vorräte mit sich, dann kam er zu Khadijah zurück um wiederum Essen für eine weitere Zeitdauer mit zu- nehmen. Dann kam plötzlich die Wahrheit auf ihn herab, als er in der Höhle von Hira’ weilte. Der Engel kam zu ihm in die Höhle und forderte ihn auf zu lesen. Der Prophet antwortete, “Ich kann nicht lesen” (Der Prophet fügte hinzu), “Der Engel ergriff mich kräftig und drückte mich so stark, dass ich es nicht mehr aushalten konnte. Er ließ mich aus und verlangte von mir, dass ich lese, und ich antwortete, “Ich kann nicht lesen,” worauf er mich wieder ergriff und mich ein zweites Mal drückte, bis ich es nicht mehr aushalten konnte. Dann gab er mich frei und verlangte von mir nochmals zu lesen, aber ich antwortete, “Ich kann nicht lesen” oder, “Was soll ich lesen?” Daraufhin ergriff er mich ein drittes Mal, drückte mich und ließ mich los und sagte: “Lies: Im Namen deines Herrn, Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus einem Klumpen. Lies! Denn dein Herr ist gütig, ... was er nicht wusste.” (Sure al-'Alaq: 1-5) Dann kam der Bote Gottes mit ihm zurück ... (Al-Bukhari)
Es gibt auch mehrere Verse im Qur’an, die die Begegnung des Propheten (s.a.w.s) mit dem Engel Gabriel und der Offenbarung des Qur’an beschreiben:
Euer Gefährte irrt nicht und wurde nicht getäuscht. Noch spricht er aus eigenem Antrieb. Er ist nichts anderes als eine ihm geoffenbarte Offenbarung, Die ihn der überaus Mächtige gelehrt hat. Der überaus Weise. Aufrecht stand er da. Am höchsten Horizont. Dann näherte er sich und kam nahe. Bis auf zwei Bogen(schüsse) entfernt oder noch näher Und offenbarte seinem Diener, was er zu offenbaren hatte. Sein Herz erlog nicht, was er sah. Wollt ihr ihm denn bestreiten, was er sah? (Sure an-Najm: 2-12)

Außer der Barmherzigkeit deines Herrn. Siehe, Seine Huld gegen dich ist groß.
(Sure al-Isra’: 87)
Gemäß einigen Interpretationen des Qur’an beziehen sich diese Verse auf die Offenbarung des Qur’an, jedoch einige andere Auslegungen verwenden diese Verse um sich auf das Mi’raj (Auffahrt zu den Himmeln) zu beziehen.
Verschiedene andere Verse belegen die Tatsache, dass es Gabriel war, der den Qur’an von Gott dem Propheten (s.a.w.s) überbrachte. In diesen Versen wird auf Gabriel als “die reinste Seele (Ruh)” oder “die getreue Seele (Ruh)” verwiesen.
Sprich: "Wer auch immer Gabriels Feind ist -ist er es doch, der deinem Herzen mit Gottes Erlaubnis (den Qur’an) offenbarte als eine Bestätigung des Früheren und eine Rechtleitung und eine Heilsbotschaft für die Gläubigen. (Sure al-Baqara: 97)
Sprich: "Der Geist der Heiligkeit hat ihn von deinem Herrn gebracht, in Wahrheit, um die Gläubigen damit zu stärken, und als eine Leitung und Heilsbotschaft für die Gottergebenen." (Sure an-Nahl: 102)
Und siehe, er ist eine Offenbarung des Herrn der Welten. Mit ihm kam der getreue Geist herab. Auf dein Herz, damit du einer der Warner seist. (Sure ash-Shu'ara': 192-194)
Dieser letzte Vers zeigt, dass der Qur’an direkt in das Herz des Propheten (s.a.w.s) geoffenbart wurde. Das war eine Gnade, die Gott dem Propheten (s.a.w.s) gespendet hat, so wie Gott im Qur’an sagt:
Außer der Barmherzigkeit deines Herrn. Siehe, Seine Huld gegen dich ist groß. (Sure al-Isra': 87)
Du selbst konntest nicht hoffen, dass dir das Buch gegeben würde; es war die Barmherzigkeit deines Herrn ... (Sure al-Qasas: 86)

Genügt es ihnen denn nicht, dass Wir das Buch auf dich hingesandt haben, damit es ihnen vorgetragen wird? Darin ist doch wahrlich eine Barmherzigkeit und Ermahnung für Leute, die bereit sind zu glauben.
(Sure al-‘Ankabut: 51)
Nach der Offenbarung der ersten Verse, ist es überliefert, dass die Offenbarung an den Propheten (s.a.w.s) für eine gewisse Zeit aufhörte. Als die Offenbarungen wieder aufgenommen wurden, erzählte uns der Hadith, dass die nächsten Verse der Anfang der Sure al-Muddaththir waren:
O du Bedeckter! Steh auf und warne. Und verherrliche deinen Herrn. (Sure al-Muddaththir: 1-3)
Nachdem er diese Verse erhielt, gehorchte der Prophet (s.a.w.s) den Befehlen von Gott und nahm die Verantwortung der Verkündung der Offenbarung wieder auf. Der Prophet (s.a.w.s) erhielt fortgesetzt die Göttlichen Offenbarungen bis zu seinem Tod, dreiundzwanzig Jahre später.
Es gibt in den Hadith Beschreibungen, wie es für den Propheten (s.a.w.s) war, Offenbarungen zu empfangen. Zum Beispiel hörten die, mit dem Propheten (s.a.w.s) Anwesenden, ein Geräusch wie von Bienensummen, sobald die Offenbarung kam. Andere Quellen sagen, dass das Geräusch wie das Summen der Bienen rund um das Gesicht des Propheten (s.a.w.s) war. Einige Hadith beschreiben den Zustand des Propheten (s.a.w.s), während er die Offenbarung erhält.
Aisha erzählte: Al-Harith ibn Hisham fragte den Propheten (s.a.w.s): “Wie kommt die Offenbarung zu dir?” Er sagte, “In verschiedenen Formen kommt der Engel zu mir, manchmal gleicht er dem Geräusch einer läutenden Glocke. Sobald dieser Zustand mich verläßt erinnere ich mich, was der Engel sagte. Diese Art der Offenbarung ist die schwerste für mich; Manchmal kommt der Engel in der Form eines Mannes und spricht mit mir, und ich verstehe und erinnere mich, was er sagt.” (Al-Bukhari)
Aisha erzählte: “An einem sehr kalten Tag sah ich den Propheten (s.a.w.s) wie er die Offenbarung erhielt und bemerkte, dass der Schweiß von seiner Stirne tropfte.” (Al-Buhkari und At-Tirmidhi)
Zayd ibn Thabit erzählte: “Ich schrieb die Offenbarung Gottes an den Propheten (s.a.w.s). Sobald die Offenbarung kam, befiel ihn eine große Müdigkeit und er hatte Schweißperlen auf der Stirne. Sobald der Zustand der Offenbarung endete rezitierte er und ich schrieb.” (At-Tabarani) 1

Die Offenbarung des Buches ist ohne Zweifel vom Herrn der Welten.
(Sure al-Sadscha: 2)
Abu Hurayrah erzählte: “Sobald die Offenbarung Gottes zum Propheten (s.a.w.s) kam, war es, als ob er in Ohnmacht gefallen war.” (Abu Nu'aym) 2
Gott offenbarte den Qur’an in Abschnitten über einen Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren, direkt in das Herz des Propheten Muhammad (s.a.w.s):
Und die Ungläubigen fragen: "Warum ist der Qur’an nicht auf einmal (als ganzes) auf ihn herabgesandt worden?" Dies, um so dein Herz zu festigen. Und Wir haben ihn in sich stimmig wohl geordnet. (Sure al-Furqan: 32)

Die Offenbarung des Buches ist von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen!
(Sure az-Zumar: 1)
Während des Zeitraumes der Offenbarung unterstützte Gott Seinen Propheten (s.a.w.s) und half ihm, Seine Botschaft richtig den Menschen zu übermitteln. Gott unterwies den Propheten (s.a.w.s), wie der Qur’an zu zitieren ist:
Bewege deine Zunge nicht zu schnell. Uns obliegt schließlich seine Sammlung und Verlesung. Darum, wenn Wir ihn vortragen lassen, dann folge seiner Vortragsweise aufmerksam. Uns obliegt dann seine Erklärung. (Sure al-Qiyama: 16-19)
Und erhaben ist Gott, der wahre König! Und übereile dich nicht mit dem (Zitieren des) Qur’an, bevor er dir vollständig geoffenbart worden ist, sondern sprich: "O mein Herr! Mehre mein Wissen!" (Sure Ta Ha: 114)
Er half auch dem Propheten (s.a.w.s), die Verse im Gedächnis zu behalten:
Wir werden dich vortragen lehren, und du wirst nichts vergessen. (Sure al-A'la: 6)
Die Fähigkeit des Propheten (s.a.w.s), all die Verse des Qur’an auf diese Art zu lernen ist ein weiteres Wunder, welche Gott ihm gab. In der Lage zu sein, sich an die Verse, sobald er sie benötigte, zu erinnern, machte die Arbeit des da’wah des Propheten (s.a.w.s) leichter:
Und Wir werden dich auf den leichtesten Weg bringen. (Sure al-A'la: 8)
Es war auch Gottes Art, den Qur’an zu beschützen und sicher zu stellen, dass er nicht verzerrt oder vergessen wird. Es ist ein Wunder, welches durch die gewaltige Anzahl an Menschen, die den Qur’an auswendig können (huffaz), bis heute Fortbestand hat.
Trag vor, was dir von dem Buch deines Herrn geoffenbart wurde, Dessen Wort niemand verändert. Niemals findest du Zuflucht, außer bei Ihm. (Sure al-Kahf: 27)

Die Wunder des Qur’an


Der Qur’an ist das Wort Gottes, geoffenbart für die gesamte Menschheit und für alle Zeiten. Die Gründe, wofür der Qur’an als Wunder bezeichnet werden kann sind so zahlreich, dass sie selbst nicht aufgezählt werden können. Es gibt jedoch drei Hauptgründe, die den Qur’an als Wunder auszeichnen: Seine literarische Vorzüglichkeit, sein Inhalt und sein Schutz durch Gott.
Der Qur’an wurde, wie darin erklärt, den Arabern in arabischer Sprache geoffenbart:
Hätten Wir ihn zu einem fremdsprachigen Qur’an gemacht, hätten sie gewiss gesagt: "Warum sind seine Zeichen nicht deutlich erklärt worden? (Ein Buch) in fremder Sprache und ein Araber?... (Sure Fussilat: 44)

Wir haben dir für alle Menschen das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt. Und wer rechtgeleitet ist, der ist es zu seinem eigenen Besten. Und wer irregeht, der geht zu seinem eigenen Nachteil irre, und du bist nicht ihr Beschützer.
(Sure az-Zumar: 41)
Um die literarische Vorzüglichkeit des Qur’an besser verstehen zu können, ist es nötig, über die Sprache der Araber, denen der Qur’an geoffenbart wurde, zu lernen. Vor dem Erscheinen des Islam waren Dichtkunst und Literatur in Arabien hoch entwickelt. Es gab erstaunlich originelle Dichter und wortgewandte Personen, die die arabische Sprache äußerst gut beherrschten. Die Literaten eines Stammes wurden gleichwertig mit den größten Heldes des Volkes betrachtet. Auf Grund der Wichtigkeit der Literatur und Rhetorik wurden die Mu’allaqat (sieben Gedichte von sieben Dichtern) in goldenen Buchstaben geschrieben und an den Wänden der Ka’bah (Kaaba) aufgehängt.3 Einige davon wurden dem Volk zu großen Anlässen, wie der Markt in Ukkaz, vorgelesen. Sogar beduinische Nomaden rezitierten manchmal Dichtungen, die ebensogut, wenn nicht besser waren als die, der Poeten in den Städten, und die Menschen waren bewegt von ihren Vorträgen. 4
Es war deshalb in jener Zeit, als der Qur’an geoffenbart wurde, dass Wortgewandtheit und Stil der Sprache gut entwickelt waren. Als der Prophet (s.a.w.s) den Qur’an den Ungläubigen von Makkah rezitierte, waren sogar diese Literaten davon beeindruckt. Manche Menschen traten lediglich nach Anhören der schönen Verse zum Islam über – Umar ibn al-Khattab, einer der erbittertsten Gegner des Islam, konvertierte, nachdem er die ersten Verse der Sure Ta-Ha las.
Manche Menschen nahmen den Islam, nachdem sie den Qur’an hörten, noch nicht an, jedoch konnten sie auch keine Antwort darauf finden. Die Ungläubigen verspotteten den Propheten (s.a.w.s) und bezichtigten ihn, dass er den Qur’an selbst schrieb:
Und die Ungläubigen behaupten: "Dies ist nichts als Betrug, den er sich mit Hilfe anderer Leute ausgedacht hat." Doch sie äußern da nur Ungerechtigkeit und Falschheit. (Sure al-Furqan: 4)
Und sie behaupten: "Fabeleien früherer Geschlechter hat er sich aufschreiben lassen; sie werden ihm am Morgen und am Abend vorgelesen."(Sure al-Furqan: 5)
Gott gab die weiseste Antwort auf die, bis ins einzelne verzierte Rhetorik der Araber und an ihre berühmtesten Dichter und besten Redner und forderte sie heraus, ähnliche Werke zu vollbringen.
Und falls ihr über das, was Wir auf Unseren Diener herniedersandten, in Zweifel seid, so bringt eine gleiche Sure hervor und ruft andere Zeugen als Gott an, so ihr wahrhaftig seid. (Sure al-Baqara: 23)
Dennoch sagen sie: "Er hat ihn sich ausgedacht!" Sprich: "So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid." (Sure Yunus: 38)
Aber Gott weiß, dass niemand in der Lage ist, noch jemals sein wird, dies zu vollbringen:
Sprich: "Wahrlich, selbst wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um einen Qur’an wie diesen hervorzubringen, brächten sie nichts Gleiches hervor, auch wenn die einen den anderen beistünden."(Sure al-Isra': 88)
Oder sie behaupten: "Er hat ihn zusammengedichtet!" Sprich: "So bringt zehn gleichwertige Suren herbei, (von euch) erdichtet, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott sofern ihr wahrhaft seid. Und wenn sie euch nicht erhören, dann wisst, dass er aus Gottes Weisheit hinabgesandt wurde, und dass es keinen Gott außer Ihm gibt. Wollt ihr euch nicht (Gott) ergeben?" (Sure Hud: 13-14)
Dennoch sagen sie: "Er hat ihn sich ausgedacht!" Sprich: "So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid." Aber was ihr Wissen nicht umfasste und was ihnen noch nicht erläutert worden war, nannten sie Lüge. So leugneten auch jene, die vor ihnen lebten. Und schau, wie das Ende der Ungerechten war! (Sure Yunus: 38-39)
Der große Islamische Denker Bediuzzaman Said Nursi beschreibt die Auswirkung der Offenbarung des Qur’an auf die Araber:
Als der Qur’an geoffenbart wurde, forderte er Experten in vier Bereichen heraus Zuerst verneigten sich die Wortgewandten vor ihm. Sie alle hörten mit Verwunderung zu. Zweitens verblüffte er die Dichter und Redner, so dass sie enstaunt in ihre Finger bissen. Ihre schönsten, in Gold geschriebenen Dichtungen erhielten einen Schlag und die berühmten Sieben Gedichte, die an den Wänden der Ka’bah (Kaaba) als Gegenstand des Hochmutes aufgehängt waren, wurden heruntergerissen. Drittens brachte er die Wahrsager und Zauberer zum Schweigen. Er ließ sie ihre Entdeckungen von verstecktem Wissen vergessen, was zur Vertreibung des Jinn aus den Himmeln führte und brachte das Weissagen zu einem definitiven Ende. Viertens befreite er alle jenen von Mythos und Phantasien, welche die Ereignisse von längst vergangenen Zeiten und die Fakten der Kosmologie kannten, indem er sie die wahren Geschichten der vergangenen Ereignisse und das erleuchtende Wissen über die Schöpfung lehrte. Aus diesen Gründen verneigten sich diese vier Gruppen vor dem Qur’an mit Erstaunen und Hochachtung und wurden seine Schüler. Keiner von ihnen wagte es jemals wieder, einen einzigen Vers in Zweifel zu ziehen.5
Der Qur’an ist in solcher Weise geschrieben, dass kein menschliches Wesen etwas ähnliches wiedergeben könnte. Die arabische Sprache selbst ist sehr rein; sie ist nicht so, wie die Araber heute sprechen. Der Qur’an verkündet seine Botschaft klar und prägnant und doch eloquent. Um die Botschaft des Qur’an zu verdeutlichen wurden zahlreiche Gleichnisse und Ausdrücke verwendet.
So haben Wir den Menschen in diesem Qur’an allerlei Gleichnisse aufgestellt. Doch der Mensch bestreitet die meisten Dinge. (Sure al-Kahf: 54)
Es ist ein Buch von großer Tiefe und vielschichtiger Bedeutung. Selbst ein oberflächliches Lesen des Qur’an wird erkennen lassen, dass nur eine begrenzte Anzahl von Worten (einige zweitausend) in dem ganzen Qur’an verwendet wurde, um eine gewaltige Auswahl an Befehlen, Gedanken und Tatsachen zu überliefern. Gerade diese Wiederholungen machen das Buch allen Lesern leicht verständlich und merkbar:
Wir machten den Qur’an gewiss leicht zum Erinnern ... (Sure al-Qamar: 17)
Und doch, trotz offensichtlicher Wiederholung von Schlüsselthemen, kann man den Qur’an nicht als repetitiv bezeichen. Selbst wenn jemand ihn oft in seinem Leben liest, wird er niemals unterlassen, seine Eleganz zu würdigen und nie durch sein Lesen ermüden.
Gott hat die schönste Botschaft hinabgesandt: ein Buch, in Einklang mit sich selbst, voll Wiederholung... (Sure az-Zumar: 23)

Gott ist es, Der das Buch hinabgesandt hat, in Wahrheit, und die Waage. Wer weiß! Die Stunde ist vielleicht nahe!
(Sure ash-Shura: 17)
Und er ist fürwahr in der Urschrift bei Uns- eine erhabene und weise.
(Sure az-Zukhruf: 4)
Der Qur’an ist in seinem Gehalt einzig, da er eine Göttliche Offenbarung ist. Er beinhaltet die Rechtleitung Gottes für die gesamte Menschheit; er hilft den Menschen, ihr eigenes ich zu erkennen; er gibt Auskunft über die Vergangenheit und die Zukunft, über Dinge, die kein menschliches Wesen noch Geist wissen konnten und alle seine Enthüllungen sind wahr. Außerdem spielte der Qur’an bereits von 1400 Jahren auf wissenschaftliche Themen an, die erst kürzlich mit Hilfe der Technologie des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts ans Licht kamen.
Mit der ehrfurchtsgebietenden Weisheit, die er beinhaltet, der Wahrheit, die die Vergangenheit und Zukunft offenlegt, den Offenbarungen, die die Unwissenheit vertreiben und die Geheimnisse der menschlichen Gesinnung enthüllen, hat der Qur’an nichts gleichartiges. Sein wundervoller Charakter ist für alle Menschen in der Vergangenheit und der Zukunft maßgebend. Seine Gebote und Verbote sind bis zum Tag des Urteils gültig. Er war, ist und wird für alle Zeiten und für alle Menschen, vom Tage seiner Offenbarung bis zum Letzten Tag maßgeblich sein.
... Und dies ist nur eine Mahnung für die Menschen. (Sure al-Muddaththir: 31)
Doch dies ist nichts anderes als eine Ermahnung für alle Welt. (Sure al-Qalam: 52)

Halte daher an dem fest, was dir geoffenbart wurde. Du bist fürwahr auf dem rechten Weg.
(Sure az-Zukhruf: 43)
Gott hat im Qur’an in vielen Versen Seine Eigenschaften, Seine Macht und Seinen Gefallen an Seiner Schöpfung dargestellt. Er offenbart, dass Er das Universum schuf; dass Er frei von weltlichen Bedürfnissen ist; dass Er frei von Fehlern ist; dass Er allwissend und alles-sehend ist. Das ist für uns wichtig, damit wir ein besseres Verständnis des Einen, den wir anbeten, erlangen, so dass wir für Seine Wohltätigkeiten dankbar sein können und uns weiter bemühen, Ihm zu gefallen. Außerdem spricht Gott direkt zu uns, persönlich und kollektiv, zu Moslems und nicht-Moslems, und gib uns Zuversicht und Rückhalt, gute Nachrichten und eine Warnung. Er sagt uns, dass Er unser Freund und Helfer ist und dass die Menschen Ihn in Zeiten der Not anrufen sollen.
Da Gott der Schöpfer aller Dinge ist, weiß Er, was für Seine Schöpfung am besten ist, sowohl für die Menschen als auch für sie als ein Ganzes. Deshalb hat Er im Qur’an die Grenzen Seines Gesetzes (Shariah), innerhalb welchen wir handeln sollen, umrissen. Gott hat im Qur’an ausdrücklich erklärt, was richtig und falsch ist; was rechtmäßig und was verboten ist:
Er ist es, der auf dich das Buch herabsandte. In ihm sind eindeutig klare Verse - sie sind die Mutter des Buchs ... (Sure Al 'Imran: 7)
Die im Qur’an enthaltene Rechtleitung ist voll mit Weisheit und kann ohne Schwierigkeiten erfaßt werden. Die in seinen Versen auferlegten Gebote und Verbote sind klar und leicht verständlich. Ein Mensch mit ernsten Vorsätzen, den Gott auf dem Rechten Weg geleitet hat, kann sie ohne Schwierigkeiten verstehen und sie vollständig in seinem Handeln befolgen.

Es ist gewiss eine Ermahnung für dich und für dein Volk, und ihr werdet darüber zur Rede gestellt werden.
(Sure az-Zukhruf: 44)
Der Qur’an ist aber viel mehr als ein Buch mit Vorschriften. Gott offenbarte im Qur’an, wie man körperlich und geistig gesund sein kann, und was in Zeiten von Schwierigkeiten und unerwarteter Mißgeschicke zu tun ist. Er beschrieb auch unterschiedliche menschliche Charaktere. Gott enthüllte auch Verse, die uns Kenntnisse bei der Lösung von Problemen, sei es persönliche oder gemeinschaftliche, bescherten. In anderen Worten beinhaltet der Qur’an alle grundlegenden Kenntnisse, die jederzeit im Leben einer Person oder einer Gemeinschaft benötigt werden, gleichgültig, wie unbedeutend sie auch sein mögen.
Aber es sind nur jene, die Gott fürchten und seine Gebote und Verbote befolgen, und die sich Ihm in ihrem Herzen unterwerfen, und die der kommenden Welt, der jetzigen den Vorzug geben, sind in der Lage, die Ratschläge des Qur’an für sich geltend zu machen. Gott sagt im Qur’an:
Wollen sie denn nicht über den Qur’an nachdenken - oder sind ihre Herzen verriegelt? (Sure Muhammad: 24)
Der Qur’an berichtet uns über vergangene Nationen und Menschen, die Gott leugnen oder Ihm nicht gehorchten, um uns zu helfen, Gottes Gebote in unserem täglichen Leben zu befolgen. Wir erfahren von ihrem Ende und wie sie bestraft wurden, damit auch wir aus der Geschichte eine Lehre ziehen können. Das ist eine Gnade, an der uns Gott teilhaben läßt.
Dies ist ein Teil der Berichte über Städte, die Wir dir erzählen; einige von ihnen stehen noch, und andere sind wie niedergemäht. (Sure Hud: 100)
Diese Geschichten von vergangenen Nationen ist ebenfalls eine Art, den Ungläubigen zu beweisen, dass der Qur’an das Wort Gottes ist. Der Prophet konnte einen Großteil der geschichtlichen Details nicht wissen, da er von keinem Gelehrten unterrichtet wurde. Er konnte nicht lesen noch schreiben und er ist auch nicht viel gereist. Das beweist, dass er den Qur’an nicht geschrieben haben kann. Viele Beschreibungen der vergangenen Nationen wurden vor kurzem durch Historiker und Archäologen bestätigt.6
Wahrlich, in den Geschichten über sie finden sich Lehren für die Verständigen. Er ist keine erfundene Geschichte, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine Erklärung aller Dinge und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk. (Sure Yusuf: 111)

Dies sind die Verse Gottes, die Wir dir in Wahrheit vortragen. An welche Offenbarung wollen sie denn glauben, wenn nicht an Gott und Seine Botschaft?
(Sure al-Dschathiya: 6)
Im Qur’an wurden Gebote und Verbote für uns erläutert, damit wir das Beste in der kommenden Welt erreichen. Um uns zu motivieren, mehr Gutes zu tun, beschreibt Gott im Detail, was wir im Jenseits zu erwarten haben. Es hängt von unserer Reinheit tawhid ab und den Taten, die wir in diesem Leben erbracht haben. Der Garten wurde bis ins Detail beschrieben, damit wir uns bemühen, ihn zu erstreben, so Gott will. Gleicherweise wurde ein ebenso graphisches Bild des Höllenfeuers gezeichnet, damit wir uns vom Unglauben, von der offenen oder versteckten Anmaßung, Partner Gottes zu sein und von schlechten Taten distanzieren, da wir das Mißfallen Gottes erregen.
Es ist gewiss eine Ermahnung für dich und für dein Volk, und ihr werdet darüber zur Rede gestellt werden. (Sure az-Zukhruf: 44)
Gott sagt uns, dass Er uns die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch (furqan) zu urteilen, gegeben hat und mit diesem Leistungsvermögen lädt Er uns ein, über seine Schöpfung nachzudenken.
Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und die Verschiedenartigkeit euerer Sprachen und euerer (Haut-)Farben. Darin sind fürwahr Zeichen für die Wissenden. (Sure ar-Rum: 22)
In mehreren Versen des Qur’an gibt es Hinweise auf wissenschaftliche Gebiete, die erst vor kurzem von Forschern mit Hilfe von fortgeschrittlicher Technologie oder schwerverständlicher Mathematik weiterentwickelt wurden. Zur Zeit der Offenbarung des Qur’an war es unmöglich, diese Gebiete wissenschaftlich zu erforschen. Dies ist einmal mehr ein ernstzunehmender Hinweis für jene, die den Qur’an als Wort Gottes an die Menschheit leugnen.
Als der Qur’an im siebenten Jahrhundert geoffenbart wurde, hatten die Araber unzählige Mythen über die Welt. Sie hatten nicht die Technologie um das Universum zu erforschen noch die Welt der Natur. Sie glaubten in Mythen und Legenden, die von Generation zu Generation überliefert wurden. Sie glaubten z.B. dass der Himmel durch Berge hochgehalten wird; dass die Erde flach wäre und dass hohe Berge an den beiden Enden der Welt als Säulen dienten um das Himmelszelt abzustützen. Solcherlei Mythen wurden durch die Offenbarung des Qur’an ad absurdum geführt.
Gott ist es, der die Himmel ohne sichtbare Säulen aufgerichtet hat... (Sure ar-Ra'd: 2)

Wahrlich, sie werden dir niemals etwas gegen Gott nützen. Siehe, die Übeltäter sind einer des anderen Beschützer. Gott aber ist der Beschützer der Gottesfürchtigen.
(Sure al- Dschathiya: 19)
Über dies und viele andere Angelegenheiten vermittelt der Qur’an wichtige Kenntnisse, die den meisten Menschen dieser Zeit unbekannt waren. Als der Qur’an heruntergesandt wurde, wußten die Menschen sehr wenig über Astronomie, Physik und Biologie. Er beinhaltete bedeutendes Wissen über viele Dinge, wie die Schöpfung des Universums und der Menschen, die Bestandteile der Atmosphäre und das Gleichgewicht in der Natur. Es gibt wahrhaftig Tatbestände im Qur’an, welche wir noch nicht verstehen oder schätzen, weil wir noch nicht die Fähigkeit haben, sie zu erfassen.
Sehr detailliertes Wissen über diese Welt und die zukünftige wird im Qur’an vernünftig erklärt. Dies ist die Einzigartikeit des Qur’an. Obwohl der Qur’an viel Material für jene mit erforderlichem Verstand, Kenntnis und Gelehrsamkeit hat, benötigt der durchschnittliche Mensch keinen hohen Intellekt, umfassende Kultur oder Geschicklichkeit, um den Qur’an zu verstehen; man braucht nur Aufrichtigkeit. Der Qur’an wurde der gesamten Menschheit gesandt, aber er ist nur der Rechte Weg für jene, die Gott fürchten und die an den Letzten Tag glauben:
Dies sind die Verse des weisen Buches, Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Rechtschaffenen. (Sure Luqman: 2-3)
O ihr Menschen! Nun ist eine Mahnung eueres Herrn zu euch gekommen und eine Arznei für das, was euere Herzen bewegt, und eine Leitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen. (Sure Yunus: 57)
Bediuzzaman Said Nursi sagte, dass der Qur’an ein Führer zur Wahrheit für ergebene Sklaven Gottes ist:
Der Allwissende Qur’an ist der Führer zum Wissen und Bewußtsein, der Führer der Geister und Männer (sowie Frauen), der Lehrer jener, die nach Vollendung streben und der Ausbilder derjenigen, die die Wirklichkeit suchen.7
Der Qur’an sagt, dass die Worte Gottes genau und vollständig sind und dass eine Person nur dann die Wahrheit erreicht, wenn sie den Qur’an und die Sunnah des Propheten (s.a.w.s) als Richtlinie nimmt.
... Nichts haben Wir in dem Buch übergangen... (Sure al-An'am: 38)
... Und diejenigen, denen Wir das Buch gaben, wissen, dass es in Wahrheit von deinem Herrn hinabgesandt wurde. So sei keiner der Zweifler. Und das Wort deines Herrn hat sich in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erfüllt. Niemand vermag Sein Versprechen zu ändern; und Er ist der Hörende, der Wissende. (Sure al-An’am: 114-115)

Was nun diejenigen anlangt, welche glaubten und das Rechte taten, die wird ihr Herr in Seine Barmherzigkeit einführen; das ist die offenbare Glückseligkeit.
(Sure al- Dschathiya: 30)
Einer der wichtigsten Eigenschaften des Qur’an ist, dass er, ohne Änderung seit der Zeit, als er dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) geoffenbart wurde, zu uns heruntergekommen ist:
Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein. (Sure al-Hidschr: 9)
... Dessen Wort niemand verändert... (Sure al-Kahf: 27)
Es ist im Qur’an selbst erklärt, dass der Qur’an nicht die erste Offenbarung Gottes an die Menschheit ist:
Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium-(Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen... (Sure Al ‘Imran: 3-4)
Das Wunder des Qur’an ist, dass er die letzte Offenbarung Gottes ist und er wird heute so rezitiert wie vor 1400 Jahren rezitiert. Er wird für allezeit unverändert bleiben. Der originale Zustand der zuvor geoffenbarten Schriften wurde geändert. Über Jahre wurden Zusätze und Änderungen gemacht und einzelne Teile wurden völlig geändert.
Wenn aber eine Offenbarung dem Propheten (s.a.w.s) gemacht wurde, befähigte ihn Gott auf wundervolle Weise, sie sich zu merken. Sofort danach ließ der Prophet (s.a.w.s) den Qur’an von ausgewählten Männern unter den Gefährten, den “Schreibern der Offenbarung”, aufzeichnen. Aus diesem Grund wurde der Qur’an in schriftlicher Form bewahrt. Während des Kalifates von Abu Bakr wurde der Qur’an in einem Band gesammelt. Während des Kalifates von Osman wurden zahlreiche Kopien angefertigt und in die großen Städte des Islam versendet.
Auf Grund dieses Göttlichen Schutzes ist der Qur’an ein solch gewaltiges Buch, mit der Erlaubnis und dem Willen Gottes:
... Es ist wahrlich ein erhabenes Buch! Von keiner Seite kann Falschheit an es herankommen. Es ist eine Offenbarung von einem Weisen, Rühmenswerten. (Sure Fussilat: 41-42)
Hätten wir diesen Qur’an auf einen Berg herabgesandt, dann hättest du ihn sich demütigen und aus Ehrfurcht vor Gott sich spalten sehen. Solche Gleichnisse stellen Wir für die Menschen auf, damit sie nachdenklich werden. (Sure al-Hashr: 21)

Gott sei also alles Lob, dem Herrn der Himmel und dem Herrn der Erde, dem Herrn der Welten!
(Sure al-Dschathiya: 36)
Sein ist die Herrlichkeit in den Himmeln und auf Erden. Und Er ist der Erhabene, der Weise.
(Sure al-Dschathiya: 37)
Wenn man den Qur’an rezitiert, können in dieser und der kommenen Welt vielfältige Wohltaten erworben werden und mehr davon, wenn man ihn versteht.
... Von Gott ist zu euch nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen, Womit Gott zu Wegen des Heils leitet, wer Sein Wohlgefallen anstrebt, und sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und auf einen rechten Pfad führt. (Sure al-Ma'ida: 15-16)
Dies dient der Einsicht der Menschen und ist eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. (Sure al-Dschathiya: 20)
Unter der Autorität von ‘Abdullah ibn Mas’ud wurde erzählt, dass der Prophet (s.a.w.s) sagte: Der Qur’an ist ein Fürbitter. Er wurde geschaffen um Fürsprache einzulegen und es ist rechtmäßig, daran zu glauben. Wer immer ihn vor sich legt, den wird er ins Paradies geleiten; wer ihn aber hinter sich legt, den wird er ins Höllenfeuer lenken.’ (At-Tarabani)
Die Rezitation des Qur’an bringt dem Herzen Ruhe und Friede der Seele. Er ist eine Führung und Gnade von Gott für alle Gläubigen.
... sollten die Herzen im Gedanken an Gott denn nicht in Frieden sein? (Sure Ra'd: 28)
Und wenn der Quran verlesen wird, so hört zu und schweigt, damit ihr Barmherzigkeit findet... (Sure al-A’raf: 204)

Die Wunder des edlen Charakters des Propheten Muhammad (s.a.w.s)


Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) war ein gesegneter und in den Augen Gottes hoch verehrter Mensch. Gott schuf ihn gehorsam zu sein und machte ihn in der Welt groß; sein Charakter machte ihn zu dem Vertrauenswürdigsten aller Menschen und er war für die anderen ein Beispiel durch seine Ehrlichkeit. Er war ein edler Gesandter Gottes, dessen taqwa, Charakter und Gemüt beispielhaft waren. Mit seiner Barmherzigkeit, Höflichkeit, feinsinnigem Verständnis, Vertrauen in Gott und geduldiger Entschlossenheit ist er ein geistiger Führer für die gesamte Menschheit und ein Beispiel für uns alle.

Wahrlich, nun kam bereits ein Gesandter aus euerer Mitte zu euch. Schwer liegen euere Missetaten auf ihm. Fürsorglich ist er für euch! Gegen die Gläubigen (aber) ist er gütig und barmherzig.
(Sure at-Tawba: 128)
Ibrahim ibn Muhammad, ein Enkel von Ali sagte dieses über den Propheten (s.a.w.s):
Immer wenn Ali die edlen Eigenschaften des Gesandten Gottes beschrieb, sagte er: “Er war der Edelmütigste und der Ehrlichste. Er war der Gutherzigste. Jeder der ihn plötzlich sah wäre eingeschüchtert. Jeder, der mit ihm in engeren Kontakt kam und von seinem außerordentlichen Charakter wußte, liebte ihn.” Einer der ihn beschrieb sagte: “Ich habe nie jemanden wie ihn gesehen, weder vor ihm noch nach ihm.” (At-Tirmidhi)
In der Gemeinde, wo er lebte war der Prophet (s.a.w.s) als al-Amin (der Vertrauenswürdige) gut bekannt; alle stimmten überein, dass er ehrlich und verläßlich war. Das Gesicht des Propheten (s.a.w.s) strahlte ein erhabenes Licht aus, welches jeden, der es sah, von seiner Ehrhaftigkeit überzeugte. Jedermann, der auf seine Stimme des Gewissens hörte, während er mit ihm sprach oder sich in ein Gespräch mit ihm einschaltete, verstand, dass er etwas Besonderes war; Sie sahen zahlreiche Beweise, dass er ein Prophet war. Er war intelligent und einsichtig und auf Grund seines vorzüglichen Charakters wandten sich sogar Ungläubige an ihn, um Mißverständnisse, die sich unter ihnen ergaben, zu lösen.
Ibn Sa’d erzählte die folgende Beschreibung, die er von Ibn ‘Asakir über die Tugend und Güte des Propheten (s.a.w.s), die die Gefährten immerfort bezeugen konnten, erhielt.
Gottes Prophet wuchs als der Beste unter den Menschen hinsichtlich Erhlichkeit, edlen Charakter, größter Vollendung in gesellschaftlicher Beziehung, Großzügigkeit im nachbarschaftlichen Zusammenleben, Fortschrittlichkeit in Liebenswürdigkeit und Wahrhaftigkeit. Er legte auf Höflichkeit und gute Manieren größten Wert. Er kam mit allen gut zurecht. Deswegen wurde er al-Amin – der Wahrhaftigste und Vertrauenswürdigste – genannt.8
Ibn Sa’d erzählte die folgende Begebenheit von Ibn Hisham:

Und du erhältst wahrlich unendlichen Lohn. Und du bist fürwahr von edler Natur.
(Sure al-Qalam: 3-4)
In der Zeit der Unwissenheit vor dem Islam wandte sich jeder an Gottes Propheten, um Streitigkeiten zu schlichten.9
Ya’qub ibn Sufyan und al-Bayhaqi erhielten von Ibn Shihab die folgende Erzählung:

Hajar al-Aswad (Der schwarze Stein)
Als die Quraysh die Ka’ba neu errichteten, begannen sie über die Verlegung des Schwarzen Steins zu streiten. Jeder Stamm wollte daran beteiligt sein. Dann sagten sie: “Laß uns denjenigen, der über diese Straße kommt einsetzen, zwischen uns zu schlichten.” Der Erste, der sich näherte war der Prophet Muhammad, der noch ein junger Mann war. (Er war nach einer glaubwürdigen Quelle fünfundreißig Jahre alt.) Sie benannten ihn als Schlichter. Er sagte, “Bringt ein Bodentuch.”Das Tuch wurde gebracht. Er sagte: “Legt nun gemeinsam den Stein auf das Tuch,” Als sich der Stein auf dem Tuch befand sagte er, “Der Älteste jedes Stammes möge kommen und das Ende des Tuches halten.” Sie trugen den Stein auf diese Weise zu seinem Platz. Er ging dann hinauf und stetzte den Stein, den er von ihnen genommen hat, anseinen Platz. Als er älter wurde gewann er die Liebe und den Respekt von allen. Der Ruhm seiner Ehrlichkeit ließ ihm den Namen al-Amin (der Vertrauenswürdigste) gewinnen. Das war noch bevor er die Offenbarungen erhielt.10
Die Haltung der Ungläubigen änderte sich jedoch, nachdem der Qur’an dem Propheten (s.a.w.s) geoffenbart wurde. Sie versuchten ihr Äußerstes um die Verbreitung des Islam zu verhindern und obwohl sie sahen, dass der Prophet (s.a.w.s) sowohl in seinem privaten Leben als auch charakterlich gut war, verschworen sie sich, um ihm Leid zuzufügen. Gott erzählt uns darüber im Qur’an:
Sie wunderten sich, dass ein Warner aus ihrer eigenen Mitte zu ihnen kam, und so sagten die Ungläubigen: "Dies ist ein Zauberer, ein Lügner!” (Sure Sad: 4)

Und fragten: "Sollen wir wirklich unsere Götter wegen eines besessenen Dichters aufgeben?" Aber nein! Er kam doch mit der Wahrheit und bestätigte die (früheren) Gesandten.
(Sure as-Saffat: 36-37)
Dennoch wurden diejenigen, die einen guten, gesegneten und von Gott auserwählten Mann verleumdeten Zeugen seiner Verdienste. Sie sahen mit ihren eigenen Augen Muhammad’s (s.a.w.s) Treue zu seinen Versprechungen, seine Loyalität, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Güte zu Witwen und Weisen und Menschen in Not und seine Großzügigkeit zu, und sein Interesse für die Mitmenschen. Die Vorzüglichkeit seines Charakter und seines Benehmens erregte die Aufmerksamkeit der Umwelt und er war ein vertrauter, geliebter und respektierter Freund vieler Menschen.
Nach Islamischen Quellen gab es einen Mann mit dem Namen Nadr ibn al-Harith, der den Propheten (s.a.w.s) verleumdete. Eines Tages traf er sich mit den Führern der Quraysh und erzählte ihnen folgendes über den von Gott gesegneten Gesandten:
Quraysh , ich schwöre, dass ihr heute etwas hören werdet, das euch zuvor nie zu Ohren gekommen ist. Von jüngster Kindheit an war Muhammad euer meist Geliebter, der größte Sprecher der Wahrheit und derjenige, der den größten Respekt verdiente. Als er älter war und Gottes Buch brachte sagtet ihr, dass er ein Zauberer sei. Ich schwöre, er ist kein Zauberer. Wir haben viele Zauberer gesehen. Wir haben gesehen, wie sie auf Knoten hauchten. Ihr nanntet ihm einen Seher. Ich schwöre, er ist auch kein Seher. Wieviele Seher haben wir gesehen und wurden Zeuge von ihren Reden? Ihr nanntet ihn einen Dichter. Ich schwöre, er ist kein Dichter. Wieviele Gedichte haben wir gelernt und ihre Versmaße gehört. Ihr nanntet ihn einen Verrückten. Ich schwöre, er ist nicht verrückt. Zeigt er irgenwelche Zeichen von Ohnmacht, Unsinn oder Anfällen? Quraysh, denkt gut und entscheidet ...11
Der große Islamische Gelehrte Imam al-Ghazali berichtet über den vorzüglichen Charakter des Propheten (s.a.w.s). Er erhielt seine Informationen von wichtigen Hadith Gelehrten wie At-Tirmidhi, At-Tabarani, Imam al-Bukhari, Imam Muslim, Imam Ahmad, Abu Daqud und Ibn Majah:
Der Prophet war der geduldigste aller Menschen, der heldenhafteste, der beste Richter und jemand, der den meisten verzeiht. Er war der mildtätigste aller Menschen. Er hortete nicht die Vorräte seiner Familie als es Gott gefiel, ihm mehr als für ein Jahr zu geben. Was zuviel war, gab er üblicherweise als Almosen (sadaqah). Er gab oft Sadaqah demjenigen, der ihn um nichts bat, sogar von seinen eingelagerten Vorräten.
Er sprach die Wahrheit, obwohl sie ihm und seinen Gefährten manchmals Unannehmlichkeiten bereitete.
Er nahm Einladungen zu Hochzeiten an, besuchte die Kranken und die Gestorbenen und begleitete Begräbnisse. Er war der Bescheidenste, ohne Stolz und seine Zunge war äußerst redegewandt ohne langatmig zu werden. Er war von schönem Körperbau.
Dies ist wahrlich das Wort eines ehrenwerten Gesandten. Und nicht das Wort eines Dichters. Wie wenig ihr doch glaubt!
(Sure al-Haqqa: 40-41)

Und es ist auch nicht das Wort eines Wahrsagers. Wie wenig lasst ihr euch doch ermahnen! 43. Eine Offenbarung vom Herrn der Welten!

(Sure al-Haqqa: 42-43)

Er ging sogar zu weit entfernten Orten, um die Kranken zu besuchen, ... er saß mit den Armen und Mittellosen, aß mit ihnen, er ehrte die Adeligen, empfahl ihnen, gute Dinge zu verrichten und freundlich zu den Vewandten zu sein. Er behandelte niemand barsch und nahm Entschuldigungen an.

In dem Gesandten Gottes habt ihr wirklich ein schönes Beispiel für jeden, der auf Gott und den Jüngsten Tag hofft und oft Gottes gedenkt.
(Sure al-Ahzab: 21)
Er pflegte zu scherzen aber sprach die Wahrheit.
Er hielt harmlosen Sport und Spiel für gesetzmäßig, spielte mit seinen Frauen und machte Rennen mit ihnen. Er setzte die Armen nicht für ihre Armut herunter und er zeigte keinen Respekt vor dem Eigentum der Reichen. Er rief oft Leute zu Gott.12
Gott war wegen seines edlen Charakter, wegen seiner außergewöhnlichen Entschlossenheit angesichts von Mißgeschick und wegen seiner großzügigen Natur über den Propheten (s.a.w.s) erfreut und beschrieb seine Tugenden im Qur’an:
Und du erhältst wahrlich unendlichen Lohn. Und du bist fürwahr von edler Natur. (Sure al-Qalam: 3-4)
Dies ist wahrlich das Wort eines ehrenwerten Gesandten. (Sure al-Haqqa: 40)
Die Kombination von Gottes Hilfe, Seiner Göttlichen Offenbarung mit der Charakterstärke des Propheten war es, dass innerhalb eines kurzen Zeitabschnitts von dreiundzwanzig Jahren eine ganze Gesellschaft aus der Dunkelheit heraus in das Licht geführt wurde. Menschen, die ihre Frauen mißhandelten und weibliche Babys lebendig begruben, die arme Leute und Sklaven quälten, wurden barmherzig und gerecht im Lichte des Islam. Menschen, die Götzenbilder aus Stein anbeten und an zahllosen Mythen und Aberglauben festhielten, glaubten jetzt an den einen Gott.
Um diese grundlegende und andauernde Änderung zu Stande zubringen erduldete der Prophet (s.a.w.s) viele Leiden. Ungläubige boten ihm große materielle Belohnungen an, wenn er aufhörte, das Wort Gottes zu predigen, aber der Prophet (s.a.w.s) wies all diese Angebote zurück. Er war ein Mensch mit Prinzipien der nur die Anerkennung duch Gott und das Beste für den Islam und die Muslime wünschte. Er hoffte auf Gottes Hilfe selbst in den schwierigsten Situationen und er glaubte, dass Er ihn und die Gläubigen triumphieren lassen wird. Gott belohnte ihn und die Gläubigen, indem Er ihnen half und Schutz gewährte vor jenen, die keinen Glauben hatte.

Und sie werden dir mit keinem Einwand kommen, ohne dass Wir dir die Wahrheit und die beste Deutung zukommen lassen.
(Sure al-Furqan: 33)
Als der Prophet (s.a.w.s) den Qur’an erhielt, konnte er weder lesen noch schreiben; in anderen Worten, er war ungelehrt. Das war eines der wichtigsten Hinweise, dass er ein Prophet war.
Obwohl sie wußten, dass der Prophet (s.a.w.s) ungelehrt war, akzeptierten die Ungläubigen nicht, dass der Qur’an ihm geoffenbart wurde und beschuldigten ihn, ihn selbst zu schreiben. Jedoch kannten die Ungläubigen den Propheten schon vor seinem Prophetentum und waren sich sehr wohl bewusst, dass er nicht die Kenntnisse dafür hatte. Gott sagt im Qur’an:
Und so ließen Wir dir auf Unser Geheiß von Unserem Geist offenbaren. Du wusstest zuvor nicht, was die Schrift und was der Glaube war. Jedoch machten Wir es zu einem Licht, mit dem Wir leiten, wen von Unseren Dienern Wir wollen. Du leitest fürwahr auf den geraden Weg. (Sure ash-Shura: 52)
... Und Gott hat die Schrift und die Weisheit hinabgesandt und hat dich gelehrt, was du nicht wusstest. Und Gottes Gnade gegen dich war groß. (Sure an-Nisa': 113)
Der Prophet (s.a.w.s) überbrachte den Qur’an der Menschheit als eine “Offenbarung von Gott”; er behauptete niemals ein Schriftsteller oder ein Dichter zu sein und erinnerte die Menschen, dass sie ihn jahrelang kannten, bevor er Prophet wurde.
Sprich: "Hätte Gott dies gewollt, hätte ich ihn euch nicht vorgetragen und euch nicht damit belehrt. Ich hatte doch schon ein Leben lang unter euch gelebt. Begreift ihr denn nicht?" (Sure Yunus: 16)
Ungeachtet der Tatsache, dass er ungelehrt war, überbrachte der Prophet (s.a.w.s) seine Nachricht sehr effektiv. Gott gab ihm mittels Offenbarung was die Tora und Bibel beinhalten. Als Gott den Qur’an offenbarte, gab Er ihm die Kenntnis anderer geoffenbarter Bücher und Gesellschaften, die vorausgegangen sind. Dies wäre ohne Gottes Offenbarung an den Propheten (s.a.w.s) unmöglich gewesen. Al-Ghazali erläutert die Eigenschaften des Propheten (s.a.w.s):

Siehe, dies ist wahrlich das Wort eines würdigen Sendboten. Voll Macht und Ansehen bei dem Herrn des Thrones.
(Sure at-Takwir: 19-20)
Der Charakter und das Benehmen des Propheten, seine Handlungen, Geschäftsführung, Behandlung der verschiedenen Klassen der Menschen, seine Art, ihnen den geraden Weg zu zeigen, seine wunderbaren Antworten auf verschiedene schwierige und heikle Fragen, seine unermüdlichen Bemühungen für das Wohl der Menschen, seine gute Führung im Hinblick auf die offenen Gesetze der Shari’ah; alle diese Tatsachen führen zu der Schlussfolgerung, dass diese ohne Hilfe von einer unsichtbaren Hand jenseits der Kraft eines Mannes liegen. Es ist für einen Heuchler oder Lügner unmöglich. Die Menschen bezeugten, nachdem sie seinen Körperbau und seine Fähigkeiten sahen, dass er ein großer und wahrhaftiger, von Gott gesendeter Mann ist.
Gott gab ihm diese Fähigkeiten, obwohl er ungelehrt war und keine Ausbildung hatte und immer unter des Lesens unkundigen Arabern lebte. Obwohl er ungelehrt war, ein Waise und schwach, wie konnte er sich solch einen guten Charakter und Benehmen und Kenntnisse über Gott aneignen ohne natürliche bzw. übernatürliche Erziehung? Seine wahren und richtigen Kenntnisse über die früheren Propheten, der Friede sei mit ihnen, zeigen, dass er ein wahrer Gesandten Gottes ist, weil er diese Wahrheiten durch die Offenbarung erfuhr. Wie konnte er wissen, was jenseits der Meschheit war, wenn er keine Offenbarung erhielt?13
Alle die ihn kannten, einschließlich Ungläubige, waren sich bewusst, dass der Prophet (s.a.w.s) nie mit Gelehrten zusammensaß, um eine Bildung zu erwerben; die Weisheit in seinen Aussagen konnte nur ein von Gott seinem Gesandten geschenktes Wunder sein. Gott sagt im Qur’an:
Du hast vor ihm kein Buch vorgetragen, noch schriebst du eines mit deiner Hand. Sonst hätten diejenigen, die es für falsch erklären, deswegen Zweifel geäußert. (Sure al-'Ankabut: 48)

Dies ist fürwahr nichts weniger als eine Ermahnung für alle Welten. Für jeden von euch, der den geraden Weg nehmen will.
(Sure at-Takwir: 27-28)
Die Encyclopaedia of Seerah beschreibt, wie die großen Kenntnisse, die Gott Muhammad (s.a.w.s) gegeben hat, Beweise sind, dass er Sein Gesandten ist.
Der Prophet Muhammad war ungelehrt, er konnte nicht lesen noch schreiben. Weder die Mitglieder der Familie, in der er aufwuchs, noch diejenigen die ihm nahe standen, noch die Menschen von Makkah sahen ihn jemals ein Buch angreifen oder eine Feder zu halten. Aus diesem Grund ist der Qur’an das Meer an Kenntnissen, das ihm geoffenbart wurde, ein einziges Wunder. Der Text beinhaltet Schätze von Informationen, wie z.B. das Hauptthema aller alten Göttlichen Schriften, Erzählungen von ehemaligen Propheten, Religionen und deren Glauben, alte Geschichte, Zivilisationen, Kulturen und Wirtschaftsräume, Politik und Moralwerte. ... Die Tatsache, dass er, obwohl ungelehrt, vor den Ungläubigen mit einem Buch erschienen ist, ist auf alle Fälle der größte Beweis seines Prophetentums.14
Juden und Christen, im Qur’an als die “Menschen des Buches” beschrieben, haben gewisse Verfälschungen in ihrem Glauben und Praktiken, dennoch folgen sie einer Religion, die ursprünglich von Gott herniedergesandt wurde.
Und glaubt an das, was Ich zur Bestätigung euerer Schrift herabsandte, und seid nicht die ersten, die es leugnen, und verkauft nicht meine Botschaft für einen winzigen Preis. Mich allein sollt ihr fürchten. (Sure al-Baqara: 41)
Die Ankunft eines ungelehrten Propheten (s.a.w.s) wurde in der Tora und Bibel angekündigt. Deswegen wussten die Gelehrten dieses Buches über den Propheten Muhammad (s.a.w.s) und auch über die Offenbarung des Qur’an, als das endgültige Wort Gottes:
Und wahrlich, er ist in den vorausgegangenen (Offenbarungs-)Schriften enthalten. Dass Weise der Kinder Israels ihn anerkennen, wird ihnen dies denn kein Zeichen sein? (Sure ash-Shu'ara': 196-197)
Imam Sa’id Hawa, der interpretierende Gelehrte, erklärte diese Verse des Qur’an in seinem Werk Al-Asas fi’t-Tafsir auf folgende Art:
Es ist gewiss, dass der Qur’an in früheren Büchern erwähnt wurde. Mit anderen Worten, in früheren Schriften gab es Hinweise auf den Qur’an, bzw. Gedanken, die er enthält wurden von den Propheten anderer Gemeinden übermittelt und existierten in ihren Büchern, so wie sie Gott geoffenbart hat und wie man es in den Göttlichen Texten sehen kann.
... gemäßigte und ehrliche jüdische Gelehrte wissen, dass die Tawrah, Psalmen und Injil (Tora, Psalmen und Bibel) den Inhalt des Qur’an enthalten und dass jedes Element in ihm die Wahrheit Gottes ist, und dass dies das letzte Buch und der letzte Prophet ist, von dem die alten Schriften sprechen.15
Als der Prophet (s.a.w.s) kam, erkannten viele jüdische und christliche Gelehrten, dass er der ungelehrte Prophet war, was in ihren Schriften vorhergesagt wurde. Der Prophet (s.a.w.s) wusste durch die Offenbarung des Qur’an von dem Inhalt der Tora und Bibel und über die Geschichte der Bani Isra’il, wie es der folgende Vers versinnbildlicht:
O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, mit der Ich euch begnadete, und haltet euer Versprechen Mir gegenüber, dann will auch Ich halten, was Ich euch verheißen habe. Mich allein sollt ihr ehren. Und glaubt an das, was Ich zur Bestätigung euerer Schrift herabsandte, und seid nicht die ersten, die es leugnen, und verkauft nicht meine Botschaft für einen winzigen Preis. Mich allein sollt ihr fürchten. Und kleidet nicht die Wahrheit in Lüge, und verbergt nicht die Wahrheit wider Wissen. (Sure al-Baqara: 40-42)
Als Muhammad (s.a.w.s) ihnen diese Verse vorlas, erkannten die Gelehrten der Israeliten in ihm den Gesandten, dessen Ankunft sie erwartet haben. Die Menschen des Buches sahen, dass er der Gesandten Gottes war und dass er in jeder Beziehung die Wahrheit sprach. In seiner Lebensart und Charakter war er jener gesegnete Gesandten, dessen Kommen in der Tora und Bibel vorhergesagt wurde. Der Qur’an sagt:
Jene, die dem Gesandten, dem des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten, folgen werden, über den sie bei sich in der Thora und dem Evangelium geschrieben finden: Gebieten wird er ihnen, was Rechtens ist, und das Unrechte verbieten, und wird ihnen die guten (Speisen) erlauben und die schlechten verbieten. Und er wird ihnen ihre Last und die Fesseln, die ihnen angelegt wären, abnehmen. Und jenen, die an seine Mission glauben und ihn unterstützen und ihm helfen und dem Licht folgen werden, das mit ihm hinabgesandt wird, ihnen wird es wohlergehen. (Sure al-A'raf: 157)
Der Islamische Gelehrte Omer Nasuhi Bilmen erklärte diese Verse in seinem Kommentar des Qur’an wie folgt:
Diese Verse offenbaren, dass diejenigen, die von den ausgezeichneten Eigenschaften, den besten Taten und Vortrefflichkeiten in dieser und der jenseitigen Welt erfüllt sind, Anhänger des Khatam al-Anbiya (Letzter Prophet) sind: Diejenigen, die den Prophet Muhammad folgen – dem das Heilige Buch, welches das Wissen der Vergangenheit und der Zukunft beinhaltet, geoffenbart wurde, obwohl er weder von jemandem ablas noch etwas schrieb – erwerben die Ehre, seiner Gesellschaft anzugehören. In der Tawrah und Injil (Tora und Bibel) gibt es Hinweise auf seinen Namen oder seinen Charakter. Denn es ist unzweifelhaft, dass er mit seinem Namen und mit seinem Charakter in diesen Büchern erwähnt wurde. Würde der Prophet Muhammad behaupten, dass man sich auf ihn bezieht und es daher einen Grund für seine Ablehnung gibt, wenn es nicht in den Büchern so geschrieben stünde? Er ist solch ein großer Prophet, dass er allen, die er zum Glauben ruft (die gesamte Menschheit), befiehlt und empfiehlt, die Gebote Gottes zu respektieren und zu ehren, richtigen Glauben und Moral zu erwerben und Zuneigung zu Tieren zu zeigen (und er verbietet das Schlechte).16
Die Tatsache, dass die Ankunft des Propheten (s.a.w.s) und seine Eigenschaften den Menschen des Buches vorhergesagt wurden, ist ein weiteres Wunder, welches mit ihm verbunden ist. Jene unter den Menschen des Buches, die mit Glauben und gesundem Menschenverstand ihren Intellekt verwendeten um die Dinge, die sie sahen zu bedenken, haben diese offenkundliche Wahrheit bestätigt.
 

Einige Wunder aus dem Leben des Propheten Muhammad (s.a.w.s)


Es gibt eine Anzahl von Wunder, die der Prophet (s.a.w.s) während seines Lebens vollbringen durfte. Wie schon vorher erwähnt, ist die Offenbarung des Qur’an und der Qur’an selbst das größte dieser Wunder. Der hervorragende Charakter des Propheten, seine Taten und sogar seine Hadithe sind alles Wunder. Es gibt einige andere Wunder, die während des Lebens des Propheten (s.a.w.s) vollbracht, und im Qur’an und der Seerah (die Biographie des Propheten) beschrieben wurden. Nachfolgend ist eine Auswahl einiger dieser wunderbaren Ereignisse.

The Qubbat al-Sakhra (Felsendom), erbaut über dem Hajar Muallaq Fels.
Eines der bedeutendsten Wunder, die im Leben des Propheten (s.a.w.s) vollbracht wurden war die al-Isra’ wa’l Mi’raj (Die Nachtreise und die Auffahrt zum Himmel), welche ungefähr 17 Monate vor der Hijrah stattfand. Die Nachreise (Isra') ist in dem ersten Vers der Sure al-Isra beschrieben:
Gepriesen sei Der, Der seinen Diener des Nachts von der unverletzlichen Moschee zur fernsten Moschee führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige von Unseren Zeichen zu zeigen. Wahrlich, Er ist der Hörende, der Schauende. (Sure al-Isra: 1)
Gemäß dem Hadith schlief der Prophet (s.a.w.s) neben der Ka’bah (Kaaba) als ihm Jibril (Gabriel) erschien, setzte ihn auf ein weißes Tier, halb Maultier, halb Esel, Buraq genannt, und brachte ihn von der Masjid al-Haram zur der Masjid al-Aqsa. Die Masjid al-Haram ist die große Moschee in Makkah und die Masjid al-Aqsa ist die Moschee in Jerusalem (das Wort aqsa bedeutet weitest); die Entfernung zwischen diesen zwei Orten beträgt ungefähr 1235 Kilometer.
Der Prophet (s.a.w.s) begab sich von der Masjid al-Aqsa auf die zweite Etappe seiner Reise – die Auffahrt zu den Himmeln (Mi’raj) zu den Sidrat al-Muntaha (Lote-Baum der obersten Grenze) und, gemäß dem Hadith, jenseits von dort zur Gegenwart Gottes, gepriesen sei Er, und seine Begegnung mit Ihm. Ibn Kathir sagte, dass wenigstens fünfundzwanzig seiner Gefährten übermittelten die Erzählung von der Nachtreise des Propheten (s.a.w.s) aber diese Anzahl könnte auch fünfundvierzig gewesen sein. Die als die Verläßlichsten anerkannten Erzählungen sind die von Anas ibn Malik, Abu Hurayrah, Abu Sa'id al-Khudri, Malik ibn Sa'sa', Abu Dharr al-Ghifari, Abdullah ibn 'Abbas, Abdullah ibn Mas'ud und Umm Hani.

The Hajar Muallaq: Unser Prophet (s.a.a.s.) (s.a.w.s.) stieg auf diesen heiligen Stein, als er in das Paradies auffuhr.
Dies ist Gottes Botschaft. Wir verkünden sie dir in Wahrheit; denn siehe, du bist wahrlich einer der Entsandten.
(Sure al-Baqara: 252)
Der Hadith gibt sehr detaillierte Informationen über das, was der Prophet (s.a.w.s) während seiner Mi’raj sah. In einem anderen Hadith der Muslime, erzählt von Anas ibn Malik, erfahren wir von den Begebenheiten, die sich während seiner wundersamen Reise ereignet haben. Als der Prophet (s.a.w.s) mit Jibril (Gabriel) zu den Himmeln auffuhr, begegnete er die Propheten Adam (a.s), ‘Isa (a.s), Yahya (a.s), Yusuf (a.s), Idris (a.s), Harun (a.s), Musa (a.s) und Ibrahim (a.s). Er kam dann zum Sidrat al-Muntaha und erhielt eine Offenbarung (Sure al-Baqara: 285).Von dort brachte man den Propheten (s.a.w.s) zu Gott und es war dort, wo er das Gebot, dass Muslime beten (salah) müssen, erhielt.
Der Qur’an beschreibt ebenfalls die Auffahrt des Propheten (s.a.w.s) zum Sidrat al-Muntaha:
Und wahrlich, er sah ihn noch ein zweites Mal. Bei dem Lotosbaum am äußersten Ende. Neben dem Garten der Geborgenheit, Als den Lotosbaum verhüllte, was ihn verhüllte. Da wich der Blick nicht aus, noch schweifte er ab. Wahrlich, er sah einige der größten Wunder seines Herrn! (Sure an-Nadschm: 13-18)
Nach seiner Rückkehr erzählte der Prophet (s.a.w.s) den Quraysh die Begebenheiten der vorangegangenen Nacht. Die Ungläubigen und sogar einige schwächere Muslime zweifelten an dem Wunder des Mi’raj und wandten sich an Abu Bakr mit grundlosen Anschuldigungen gegen den Propheten (s.a.w.s). Als die Ungläubigen Abu Bakr fragten, ob er die Erzählung der Nachtreise glaubte und ob er weiterhin an den Propheten (s.a.w.s) glaubte, sagte er: “Wenn er es sagte, ja, dann glaube ich ihm.” Für seine Treue in dieser Beziehung gab der Prophet (s.a.w.s) Abu Bakr den Titel al-Sidd (Vollkommen Treuer).
Die Ungläubigen befragten den Propheten (s.a.w.s), um herauszufinden, ob er die Wahrheit spricht. Er war in der Lage, alle ihre Fragen vollständig zu beantworten. Hier sind die Berichte darüber im Hadith:
Sie sagten: “Kannst du uns die Masjid al-Aqsa beschreiben?”. Einige von ihnen waren dort und haben sie gesehen.
Der Prophet sagte: “Ich begann die Moschee zu beschreiben. Bei der Schilderung einiger Stellen bekam ich Zweifel. Umgehend wurde die Moschee gebracht und vor das Haus des Iqal oder Aqil gestellt. Ich schaute darauf und begann die Moschee zu beschreiben.
Nach der Ansprache des Propheten sagten sie: “Was die Beschreibung betrifft, bei Gott, sie war zutreffend!” (Imam Ahmad, Musnad)

oben: Die wurdevolle Reise unseres Propheten (s.a.w.s.) von al-Haram al-Sharif in Mekka zur Masjid al-Aqsa in Jerusalem.

Ansicht der Qubbat el-Sakhra (Felsendom)
Sprich: "Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir. Dann wird euch Gott lieben und euch euere Sünden verzeihen; denn Gott ist verzeihend und barmherzig."
(Sure Al ‘Imran: 31)
“Ich erinnere mich, als ich auf der al-Hijr war und die Quraysh mich über die Nachtreise befragten. Sie fragten mich Dinge über das Bayt al-Maqdis, aber ich war nicht sicher ... Dann gab mir Gott das Bayt al-Maqdis zu sehen und da war nichts, was sie mich fragten, worüber ich nicht berichtet habe.17
Trotzdem weigerten sich die Ungläubigen an das Wunder der Auffahrt zu glauben und wollten Beweise. Mit Gottes Hilfe war der Prophet (s.a.w.s) in der Lage, ihnen die geforderten Beweise zu bringen und sie konnten das nicht verleugnen.
Sie sagten zu dem Propheten, “Was ist dein Beweis?” Der Prophet antwortete: “Ich begegnete eine Karawane, die den Quraysh gehörte. Das war dort und dort. Die Karawane fürchtete sich vor uns und änderte die Richtung. In der Karawane gab es ein Kamel, beladen mit einem schwarzen und weißen Sack, dieses Kamel schrie plötzlich und fiel zusammen. Als die Karawane zurückkam fragten sie, was passierte und sie beschrieben den Zwischenfall so wie der Prophet es tat. ”18
Die Nachtreise und die Auffahrt (Isra’ wa Mi’raj) war eines der großen Wunder, die der Prophet (s.a.w.s) wirkte und es verlieh seiner Botschaft viel Stärke. Die Ereignisse selbst waren große Wunder so wie die Tatsache, dass Gott Seinem Gesandten half, die Zweifel der Ungläubigen zu beseitigen. Auf diese Weise wurde der Prophet (s.a.w.s) als ehrlicher Mensch gesehen.

Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond.
(Sure al-Qamar: 1)
Der Prophet (s.a.w.s) durfte ein anderes außergewöhnliches Wunder vollbringen, bei welchem der Mond, so wie es im Qur’an geschrieben steht, in zwei Teile geteilt wurde.
Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond. (Sure al-Qamar: 1)
Der Satz “und der Mond wurde gespaltet” (wa’nshaqqa al-qamar) ist ein Verbalsatz, der aus den Worten “spalten” und “Mond” besteht. Das Verb “spalten” leitet sich von der arabischen Wurzel ab, die “teilen” im Sinn “des Erscheines einer Pflanze, nachdem die Erde gepflügt wurde”, bedeutet. In diesem Sinn bedeutet “teilen” soviel wie “geteilt werden”, “in Stücke geschnitten werden” oder “getrennt werden”.
Die Geschichte der Teilung des Mondes wird in den Werken der großen Gelehrten des Hadith, so wie Imam al-Bukhari, Imam Muslim, at-Tirmidhi, Ahmad ibn Hanbal, Abu Dawud, Al-Hakim, Al-Bayhaqi, und Abu Nu'aym erzählt.19
Abdullah ibn Mas'ud (sagte): “Wir waren in Mina mit dem Gesandten Gottes, als sich der Mond in zwei Teile teilte. Ein Teil befand sich jenseits des Berges und der andere befand sich auf dieser Seite des Berges. Der Gesandte Gottes sagte zu uns: “Bezeuge dies.” (Muslim)
Abdullah ibn Mas'ud berichtete, dass der Mond während des Lebens des Propheten in zwei Teile gespaltet war. Der Berg bedeckte einen seiner Hälften und der andere Teil befand sich über dem Berg und Gott sagte: “Bezeuge dies.” (Muslim)
Während des Lebens des Propheten Gottes war der Mond in zwei Teile geteilt; ein Teil blieb über dem Berg und der andere Teil befand sich jenseits des Berges. Daraufhin sagte der Gesandten Gottes, “Bezeuge dieses Wunder” (Al-Bukhari).

Der Ort, auf dem die Qubbat al-Sakhra und die Masjid al-Aqsa steht, ist für alle Muslime heilig.
In der Tat, es waren die Menschen aus Makkah, die vom Propheten (s.a.w.s) ein klares Zeichen Gottes verlangten, und der Prophet (s.a.w.s) hat, mit der Einwilligung Gottes, ihnen die Spaltung des Mondes gezeigt:
Die Menschen von Makkah verlangten vom Gesandten Gottes ein Zeichen zu zeigen (Wunder) und er zeigte ihnen zweimal die Spaltung des Mondes. (Muslim)
Trotz der klaren und unbestreitbaren Art dieses Wunders stellten es die Götzendiener der Quraysh in Abrede und weigerten sich zu glauben. Sie konnten jedoch nicht bestreiten, was sie gesehen haben und deswegen beschlossen sie, dieses Wunder zu diffamieren, indem sie es Hexerei oder Zauberei nannten:
Doch wenn sie ein Zeichen sehen, wenden sie sich ab und sagen: "Ewige Zauberei!" Und sie leugnen und folgen ihren Begierden. Dabei steht alles schon fest. (Sure al-Qamar: 2-3)
Würden sie doch sagen: "Unsere Blicke sind (nur) berauscht! Ja, wir sind bestimmt verzauberte Leute!" (Sure al-Hidschr: 15)
Bediuzzaman Said Nursi erzählte, dass dieses Wunder von vielen Gefährten bezeugt wurde, und er berichtete uns, wie ohnmächtig die Götzendiener angesichts dieses Geschehens waren.
Unter seinen größten Wundern ist die Spaltung des Mondes ein mutawatir [überliefert bei so vielen Menschen in jeder Generation, dass ein Zweifel unmöglich erscheint]. Diese Wunder wurde duch zahlreiche Wege erzählt, bis zu Grad des tawatur, und durch die führenden Gefährten wie Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas, Ibn 'Umar, 'Ali, Anas und Hudhayfah. Außerdem verkündete der Qur’an dieses höchste Wunder der ganzen Welt:
Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond. (Sure al-Qamar: 1)
Selbst starrköpfige Ungläubige dieser Zeit konnten diesen Vers nicht verleugnen; alles was sie sagten war, “Es ist Zauberei”. Demnach waren sogar Ungläubige der Spaltung des Mondes gewiss.20
Nursi setzt fort mit der Erklärung des Grundes der subtilen Art dieses Wunders:
Wunder werden vollbracht, um den Anspruch auf das Prophetenamt zu bestätigen und Verleumder zu überzeugen, jedoch nicht, um sie zum Glauben zu zwingen. Dieses Wunder wurde benötigt, um jene zu überzeugen, die schon von dem Prophetentum Muhammad’s gehört haben, damit es von anderen Seiten der Welt gesehen werden kann, oder um es in einer unbestreitbaren und eindeutigen Weise zu zeigen. Es wäre deshalb entgegengesetzt der Allwissenheit des Schöpfers und der Zweckbestimmung des Menschens im Universum, nämlich den Weg für den Geist zu öffnen, ohne den freien Willen einzuschränken. Wenn der Allwissende Schöpfer, in Übereinstimmung mit den Launen der materialistischen Philosophen, den Mond für einige Stunden in der selben Stellung gelassen hätte, um es der ganzen Welt zu zeigen, und wenn diese Tatsache dabei von allen Historikern aufgezeichnet worden wäre, hätte man es als eines der astronomischen Vorkommnisse behandelt, ohne Bezug auf die Berufung Muhammad’s als Gesandten und ohne Berücksichtigung eines Beweises für sein Prophetenamt. Oder wäre es ein derart offensichtliches Wunder gewesen, dass es den Glauben aufgezwungen, und demnach den freien Willen unterbunden hätte.
Die Konsequenz wäre gewesen, dass Kohle und Diamant (oder Abu Jahl und Abu Bakr) das selbe gewesen wäre und die Funktion des Menschen im Universum wäre verloren gewesen ...21
Es gibt eine Anzahl von Hadithen, die beschreiben, wie Bäume dem Propheten (s.a.w.s) gehorchten und auf seine Fragen antworteten. Zum Beispiel bezeugte ein Mimosenstrauch die Einheit Gottes und das Prophetentum Muhammad’s (s.a.w.s), nachdem der Prophet (s.a.w.s) selbst ihn dazu aufgefordert hat.
Ibn ‘Umar sagte: “Wir waren mit dem Gesandten Gottes auf einer Reise, als ein Beduine des Weges kam, und er fragte ihn: “Beduine, wohin gehst du?” Er antwortete: “Zu meiner Familie.” Er sagte: “Willst du etwas Gutes tun?” Der Mann fagte: “Was ist es?” Der Prophet sagte: “Dass du bezeugst, dass es nur einen Gott alleine gibt, ohne Partner und dass Muhammad sein Sklave und Gesandten ist.”. Der Beduine fragte: “Wer wird bezeugen, was du sagst?” “Dieser Mimosenstrauch.” Der Strauch bewegte sich vom Rand des Flußbettes, die Erde zerfurchend, bis er vor ihm stand und er forderte von ihm dreimal, das Zeugnis abzulegen. Der Strauch tat so und kehrte an seinen Platz zurück. (Ad-Darimi, al-Bayhaqi and al-Bazzar)22
Sogar die unbelebten Felsen grüßten den Propheten (s.a.w.s), wenn er vorbei kam und bezeugten seine Stellung als Gesandter Gottes.
Ali und andere erzählten: Einst spazierte ich mit dem Propheten in der Umgebung von Makkah und ich bemerkte, dass kein Baum und kein Fels ihn vorübergehen ließen, ohne zu murmeln: Der Friede sei mit dir, Gesandten Gottes. (At-Tirmidhi)
Mit Gottes Erlaubnis bewegten sich die Bäume für die Bequemlichkeit und Behagen des Propheten (s.a.w.s). Der folgende Hadith ist einer von vielen, die sich darauf beziehen:
Ibn Furak erwähnte, dass der Prophet während des Ta’if Feldzuges in der Nacht reiste, als er schläfrig wurde. Ein Lote-Baum, der auf seinem Weg stand spaltete sich in zwei Hälften und ließ ihn dazwischen durchgehen. Die Stämme dieser Hälften verblieben bis heute und sind gut bekannt.23
Es gibt eine gutbekannte Geschichte des Propheten (s.a.w.s) ist, als er, gegen eine spezielle Palme gelehnt, sein Khutbah übergab. Als der minbar für ihn gebaut wurde und die Palme nicht länger benötigt wurde, ächzte und weinte sie aus Liebe zum Propheten (s.a.w.s):
Jabir ibn 'Abdullah sagte: “Die Moschee wurde aus den Stämmen der Palmen, mit einem daraufliegenden Dach gebaut. Als der Prophet zu den Menschen sprach, lehnte er sich gegen einen dieser Stämme. Als der minbar für ihn gebaut war, hörte er, wie aus dem Stamm ein Laut wievon einem Kamel kam.” (Al-Bukhari)24
Gott erwies dem Propheten (s.a.w.s) während seines ganzen Lebens zahlreiche Wohltaten wie Überfluss und Fruchtbarkeit. Auf allem, was er berührte oder durch seine Anwesenheit ehrte war barakah durch den Willen Gottes. Es gibt Berichte in den Hadith vom, Überfluss an Nahrung und Wasser in der Gegenwart der Propheten (s.a.w.s), selbst wenn es eine augenscheinliche Knappheit gab.
Bei einer Gelegenheit gab es nicht genug Wasser für die Leute für ihr Wudu’, und dennoch konnten es viele Leute durch ein Wunder des Propheten (s.a.w.s) verrichten.
Anas ibn Malik sagte, “Ich sah den Gesandten Gottes zur Zeit des ‘Asr Gebets. Die Leute suchten Wasser für ihr Wudu’ und konnten keines finden, dann brachte man dem Gesandten Gottes etwas Wudu’-Wasser. Er legte seine Hand in das Gefäß und befahl den Leuten, Wudu’ daraus zu verrichten. Er fügte hinzu, “Ich sah das Wasser aus seinen Fingern fließen und alle, bis zum letzten Mann, verrichteten damit Wudu’.” (Muslim und al-Bukhari)25
Jabir ibn ‘Abdullah berichtet in einem Sahih Hadith, dass es bei einer anderen Gelegenheit in al-Hudaybiyah eine Knappheit an Wudu’-Wasser gab. Der Prophet (s.a.w.s) tauchte seine Finger in das Gefäß und einige 15.000 Menschen konnten davon ihr Wudu’ verrichten.26
Es gibt gleichartige Berichte wo tatsächlich Wasser zwischen den Fingern des Propheten (s.a.w.s) herausfloss.
Ibn Abbas berichtete: Auf einer Reise, als der Gesandten Gottes am Morgen erschien, war für die Truppe kein Wasser geblieben. Jemand sagte, “Prophet Gottes, die Armee hat kein Wasser!”
“Gibt es überhaupt nichts, auch nicht ein wenig?”
“Ja!”
Sofort brachte man eine Schale mit ein wenig Wasser. Der Prophet legte seine Finger an den Rand der Schale und öffnete sie. Wasser floß aus der rechten Seite seines Finger, wie aus einem Brunnen. Er befahl Bilal, die Leute zu rufen: “[Komm zu] dem gesegneten Wasser!” (Ibn Hanbal, al-Bayhaqi, Bazzar, at-Tabarani und Abu Nu'aym)27
Ziyad ibn al-Harith as-Suda'i erzählten: Der Prophet reiste: Er hielt vor dem Morgengrauen an. Er erschien und sagte zu mir: “Bruder des [Stammes der] Suda, gibt es hier etwas Wasser?”
“Nein, ausgenommen einer ganz kleinen Menge, die dir nicht genügen würde,” sagte ich.
“Gib es in eine Schale und bringe es mir,” befahl er.
Ich tat was er sagte. Er legte seine Hände in das Wasser. Ich sah, dass zwischen seinen zwei Fingern Wasser wie aus einer Quelle floss. Dann befahl er, “Ruf alle meine Gefährten, die Wasser benötigen!” Ich rief sie. Jeder nahm soviel Wasser wie er wollte. …
… Wir sagten: “Gesandten Gottes! Wir haben eine Quelle. Hier gibt es im Winter viel Wasser und wir werden es sammeln. aber im Sommer zieht sich das Wasser zurück und wir verteilen uns auf andere Quellen, rund umher. Wir wurden Muslime. Denndoch sind wir von Feinden umringt. Bitte bete zu Gott, dass Er das Wasser in unserer Quelle reichlicher macht. Auf diese Weise müssen wir uns nicht nach rechts und links verteilen, sondern können immer um unsere Quelle sein.”

Sprich: "Gehorcht Gott und dem Gesandten; denn wenn ihr den Rücken kehrt - Gott liebt die Ungläubigen nicht."
(Sure Al ‘Imran: 32)
Daraufhin verlangte er, dass man ihm sieben Steine bringe. Er rieb diese in seinen Händen und betete über ihnen. Dann befahl er: “Nehmt diese Steine und sobald ihr die Quelle erreicht habt, werft einen nach dem anderen hinein und nennt den Namen Gottes!” Wir taten was er uns auftrug. Nachher konnten wir nicht den Boden von ihr [er meinte die Quelle] sehen. (Al-Harith ibn Usamah in his Musnad, al-Bayhaqi und Abu Nu'aym)28
Ein anderer Hadith erzählt, dass aus der Stelle, wo der Prophet mit dem Fuß stieß, Wasser herausquoll.
‘Amr ibn Shu’ayb erzählte, dass er einmal in Dhu’l-Majaz hinter dem Propheten ritt, als Abu Talib zu ihm sagte, “Ich habe Durst und habe kein Wasser bei mir.” Der Prophet stieg ab, schlug mit seinen Füßen auf die Erde und Wasser kam heraus. Er sagte, “Trinke.”29
Auf die gleiche Weise erzählten seine Gefährten, dass bei Essen in Gegenwart des Propheten (s.a.w.s) niemals die Nahrung knapp wurde und dass sich jeder der Anwesenden satt erheben konnte:
In dem Hadith von Anas über die Hochzeit des Gesandten Gottes, sagte er, “Meine Mutter, Umm Sulaym, bereitete “hays” und ich gab sie in einen Topf und brachte sie zum Gesandten Gottes und er sagte: “Stelle ihn nieder und lade den Soundso ein und wen immer du triffst.” Ich lud alle ein und vergaß keinen, den ich traf, bis sie das Suffah (eine an die Moschee des Propheten in Madinah angebaute Veranda, wo arme Muslime normalerweise schlafen) den den Raum füllten. Der Prophet stelle den Topf vor sich hin und tauchte drei Finger hinein. Die Leute begannen zu essen und verließen dann den Ort. Das Gefäß verblieb so, wie es am Anfang war. Es waren einundsiebzig oder zweiundsiebzig Gäste. (Muslim and al-Bukhari)30
Bei einer anderen Gelegenheit bereitete Abu Ayyub nur genug Essen für den Propheten (s.a.w.s) und Abu Bakr. Er erzählte, dass der Prophet (s.a.w.s) ihm sagte, “Lade dreißig der Adeligen von Ansar ein.” Er lud sie ein und sie aßen und gingen dann. Später sagte er, “Lade sechzig weitere ein,” und dasselbe passierte. Dann sagte er, “Lade siebzig weitere ein,” und sie sättigten sich und es blieb noch etwas übrig. Keiner von ihnen ging ohne Muslim zu werden und huldigten ihm. Abu Ayyub sagte, dass insgesamt einhundertachtzig Männer von dem Speisen aßen. (At-Tabarani and al-Bayhaqi)31
Abu Hurayrah erzählte, dass der Prophet (s.a.w.s) ihn zu einer anderen Gelegenheit sagte, die Leute von Suffah zu laden. Er versammelte sie und ein Teller wurde vor sie gestellt und sie aßen was sie wollten und gingen danach. Das Essen blieb so, wie es serviert wurde, mit Ausnahme, dass die Spuren der Finger darauf blieben.32
Das sind gerade einige Beispiele der physischen Wunder, die Gott dem Propheten (s.a.w.s) gestattete. Es gab keinen Moment im Leben des Propheten (s.a.w.s), wo es keine Wunder gab. Es gab außergwöhnliche und doch unleugenbare einzelne Begebenheiten, so wie die Auffahrt zu den Himmeln und die Spaltung des Mondes, oder auch die häufiger erzählten Begenheiten wie die Bäume, die den Propheten (s.a.w.s) grüßten. Diese Wunder dienten um die Botschaft Gottes zu unterstützen; um die Entschlossenheit der Gläubigen zu stärken und um Ungläubige einzuladen, den Glauben anzunehmen. Da jedoch Gott den Menschen einen freien Willen gegeben hat, erwählte nicht jeder, der diese Wunder bezeugen konnte den Glauben. Niemals behauptete der Prophet (s.a.w.s), dass er die Macht hätte, diese Wunder zu vollbringen. Sie wurden dem Propheten (s.a.w.s) von Gott gewährt. Der Prophet (s.a.w.s) war ein gesegneter Mann und in seiner Gegenwart war eine große barakah, so wie wir bei dem Überfluss von Speise und Wasser gesehen haben. Es gab auch eine große barakah in seinen Gebeten für die Menschen.
DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

DER PROPHET JOSEPH

WUNDER DES GEHIRNS: RIECHEN UND SCHMECKEN

DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME: DIE WERTE DES QURAN

BIOMIMETRIE: TECHNOLOGIE IMITIERT NATUR

DER ISLAM: DAS LICHT, DAS DIE WELT ERLEUCHTET

DAS GEHEIMNIS DER PRÜFUNG

DIE BLUTIGE GESCHICHTE DES FASCHISMUS TEIL I

DER PROPHET MOSES (A.S) UND DIE BUNDESLADE

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DIE WUNDER DES QURAN - 4

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Die Mehrheit der Menschen benutzt ihre Denkfähigkeit nicht so, wie sie es könnte. Der Zweck dieses Dokumentarfilms ist es, die Menschen aufzufordern, so zu denken, wie es angemessen wäre, und sie bei Ihren Bemühungen dabei zu unterstützen.

LIEBE UND ZUSAMMENARBEIT UNTER DEN LEBEWESEN

Einigkeit… Solidarität… Selbstlosigkeit… Aufopferung … Jeder möchte diese Attribute besitzen… Dieser Dokumentarfilm befasst sich mit Sozialverhalten. Doch die Stars dieses Films sind keine Menschen...

ALTRUISMUS IN DER NATUR

In diesem Film werden Sie ein wunderbares, von Allah in den Lebewesen hervorgerufenes Gefühl mütterlicher Liebe und der Selbstaufopferung sehen, das Mütter für ihren Nachwuchs hegen, und Sie werden Zeuge eines der größten Beweise der Schöpfung in der Welt werden...